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Augsburg-Gegner: Wie Labbadia der Hertha neues Leben einhaucht | BR24

© picture-alliance/dpa

Hertha-Trainer Bruno Labbadia (r.) feuert seinen Spieler Peter Pekarik an

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    Augsburg-Gegner: Wie Labbadia der Hertha neues Leben einhaucht

    Spielfreude, Laufbereitschaft, Moral - bis vor kurzem hätte man diese Eigenschaften vielen Teams zugeschrieben, aber nicht unbedingt Hertha BSC. Doch seit Bruno Labbadia Trainer ist, zeigt der nächste Gegner des FC Augsburg ein anderes Gesicht.

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    Solle noch einer sagen, der Spielplan habe keinen Einfluss auf eine Saison. Bis zur Coronapause galt: Wenn der Gegner Hertha BSC heißt, dann ist was drin in der Partie. Zu blutleer, teilweise planlos und vor allem unkonstant spielten die Berliner, die alleine bis März drei Trainer (Ante Covic, Jürgen Klinsmann, Alexander Nouri) in dieser Spielzeit verschlissen. Doch während der Coronapause übernahm Bruno Labbadia das Amt des Cheftrainers, und seitdem läuft's bei der "alten Dame" aus der Hauptstadt.

    Sieben Punkte seit dem Neustart

    Labbadia, der in der vergangenen Saison noch den VfL Wolfsburg in den UEFA-Cup führte, stellte nicht nur taktisch um (Viererkette, zwei schnelle Außen mit Dodi Lukébakio und Matheus Cunha). Er gab auch zuvor aufs Abstellgleis geschobenen Spielern wie Mittelstürmer Vedad Ibisevic eine neue Chance und brachte den Profis den Spaß am Fußball zurück. Plötzlich fanden auch Leistungsträger wie Marko Grujic, Vladimir Darida oder der Ex-Nürnberger Marvin Plattenhardt zurück zu alter Form. Aus den letzten drei Partien holte die Hertha starke sieben Punkte. Niemand spielt gerade mehr gern gegen Hertha BSC.

    Nächster Schritt gegen den FC Augsburg?

    "Ohne diese sieben Punkte hätten wir den Arsch an der Wand", sagt Labbadia. Selbst Rückschläge wie der mit Suspendierung bestrafte Video-Eklat um Salomon Kalou oder der Patzer von Keeper Rune Jarstein beim jüngsten 2:2 in Leipzig steckte seine Mannschaft weg. Mit den Punkten sieht die Welt in Berlin schon wieder ganz anders aus. Vom Abstieg jedenfalls spricht niemand mehr. Im Gegenteil: Jarstein sagte nach dem Punktgewinn bei RB, nach dem Augsburg-Spiel "können wir darüber reden, ob wir nach oben oder nach unten schauen".

    In der Tat ist für den momentan Tabellenzehnten der Weg zu den internationalen Rängen kürzer als zum Relegationsplatz. Zuhause gegen den FC Augsburg - Samstag, 15.30 Uhr, Liveeinblendungen in Heute im Stadion - kann Hertha den nächsten Schritt machen - in eine Gegenwart mit einer sportlich vielversprechenderen Zukunft.