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Auf Schalke spricht nicht viel für den FC Augsburg | BR24

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Der FC Augsburg steht vor einer sportlichen Herausforderung. Nach zuletzt vier Niederlagen würde eine weitere Pleite in die Vereinshistorie eingehen: "Wir müssen den Turnaround schaffen", fordert Trainer Heiko Herrlich.

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Auf Schalke spricht nicht viel für den FC Augsburg

Den Neustart der Fußball-Bundesliga verpasste Augsburgs Trainer Heiko Herrlich wegen seines Verstoßes gegen die Quarantäne-Vorschriften. Mit Verspätung gibt er nun heute sein Debüt in der Partie beim ebenfalls angeschlagenen FC Schalke 04.

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Über sein "doppelt dummes Verhalten in der vergangenen Woche wollte Heiko Herrlich am Freitag (22.05.2020) bei der Pressekonferenz nun wirklich nicht mehr reden. "Ich habe alles gesagt." Herrlich weiß, dass er einen Fehler begangen und seinem neuen Klub einen Bärendienst erwiesen hat - der FCA verlor ohne ihn an der Seitenlinie gegen den VfL Wolfsburg mit 1:2. Am Sonntag beim FC Schalke 04 (Anstoß: 13.30 Uhr/Blickpunkt Sport zeigt Ausschnitte der Partie ab 21.45 Uhr im BR Fernsehen) wird Herrlich 75 Tage nach seinem Dienstantritt und im dritten Anlauf nach Spielabsage und selbstgewählter Sperre, die Mannschaft nun erstmals coachen.

Wiedersehen mit Michael Gregoritsch

Und nach der unglücklichen Niederlage vom vergangenen Samstag, als die Schwaben durch den Treffer von Daniel Ginczek in der Nachspielzeit verloren und die der 48-Jährige aus einer Loge im Stadion verfolgte, ist Herrlich direkt unter Zugzwang. Der FCA hatte ihn geholt, um möglichst gar nicht in Abstiegsgefahr zu geraten. Bei einer Niederlage auf Schalke, die wohl mit dem aus Augsburg ausgeliehenen Michael Gregoritsch starten werden, wäre genau das der Fall.

Bewerkstelligen muss das die Mannschaft ohne ihren Torjäger Alfred Finnbogason, der ebenso verletzt ist wie André Hahn und die Langzeitverletzten.

Ernüchternde Statistik gegen "Königsblau"

"Die Mannschaft weiß, wie die Situation ist", versicherte Herrlich. Ein Blick auf die Tabelle reicht, um das zu erkennen. Als Tabellen-14. hat der FCA nur vier Punkte Vorsprung auf Fortuna Düsseldorf, die den Relegationsplatz einnehmen. Trotzdem sagt Herrlich: "Gefühlt" habe man "nichts mit dem Abstieg zu tun". Aber natürlich weiß er nur zu gut, dass dieses Gefühl täuscht, zumal Augsburg auch die schlechteste Mannschaft der Rückrunde stellt.

Und noch etwas spricht vor der Partie gegen die Königsblauen, die nach der 0:4-Niederlage im Ruhrderby bei Borussia Dortmund auf Wiedergutmachung aus sind, gegen die Schwaben: die Statistik. In 18 Begegnungen gelang dem FCA nur ein Sieg gegen S04. "Trotzdem wollen wir das Maximum herausholen und dort punkten", so Herrlich.

Es drohen drei Negativrekorde

Gelingt das nicht, drohen den Schwaben drei Negativrekorde in ihrer neunjährigen Bundesliga-Geschichte: fünf Niederlagen in Serie, sechs Auswärtsniederlagen in Serie und erstmals fünf Auswärtsspiele in Serie ohne Torerfolg.

Dass dies alles belastend ist für die Spieler, noch dazu in einer Phase, in der sich der Trainer durch Unachtsamkeit selbst aus dem Spiel nimmt, mochte Herrlich gar nicht bestreiten: "Eine Mannschaft, die keine Erfolgserlebnisse hat, die strotzt nicht gerade vor Selbstbewusstsein." Was ihn jedoch angeblich nicht stört. "Ich schaue in die Zukunft", betonte Herrlich und versicherte zudem fast trotzig: "Ich freue mich, dass es jetzt endlich auch losgeht für mich."