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Deutschlands Nummer Alexander Zverev eins enttäuschte beim ATP-Turnier in München mit dem 7:6 (7:5), 5:7, 3:6 gegen den Qualifikanten Ilja Iwaschka. Das bedeutete für ihn das Turnier-Aus. Jan-Lennard Struff hingegen ist weiter.

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ATP-Turnier in München: Zverev raus, Struff letzte DTB-Hoffnung

Nach einer bösen Pleite von Alexander Zverev ist Jan-Lennard Struff die letzte deutsche Hoffnung auf einen Heimsieg beim ATP-Turnier in München. Der 31-Jährige kämpft am Samstag im Halbfinale um seine erste Teilnahme an einem Endspiel auf der Tour.

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Der Davis-Cup-Spieler aus Warstein besiegte den an Nummer vier gesetzten Serben Filip Krajinovic in drei Sätzen. Nach exakt drei Stunden und einem wechselhaften Spielverlauf stand Struff nach dem 6:4, 4:6, 7:6 (7:3) als Sieger fest. Der 31-jährige zieht in München nach 2014 zum zweiten Mal ins Halbfinale ein, in dem er auf Alexander Zverev treffen hätte können. muss gegen den Qualifikanten Ilja Iwaschka antreten.

Böse Pleite für Zverev, kein deutsch-deutsches Halbfinale

Doch Deutschlands Nummer eins enttäuschte durch zahlreiche leichte Fehler. Iwaschka, nur die Nummer 107 der Weltrangliste, blieb jederzeit im Match, schlug gut auf, spielte mutig. Zverev hingegen haderte mit sich und seinem Spiel, diskutierte immer wieder mit seinem Vater in der dritten Tribünenreihe des Centre Courts. Nach drei seiner 14 Doppelfehler und dem daraus folgenden Break zum 3:5 verließ er nach insgesamt 2:33 Stunden mit 7:6 (7:5), 5:7, 3:6 als Verlierer den Platz.

"Das ist ein Match, das ich nie verlieren darf, ich bin traurig und enttäuscht", schimpfte Zverev danach. Vor allem der Aufschlag, den er wegen seiner Probleme am Ellenbogen zuletzt kaum trainieren konnte, hatte ihn im Stich gelassen: "Ich habe irgendwann meine Bewegung verloren und wusste nicht mehr, wie ich die Kugel ins Feld bringen soll", klagte der Weltranglistensechste.

Iwaschka steht nach dem größten Sieg seiner Karriere somit völlig überraschend dem Traum von Struff vom ersten Finaleinzug und damit auch dem ersten Turniersieg im Wege.

Struff mit Kampfgeist ins Halbfinale

Der fast zwei Meter große Struff wurde wie schon tags zuvor beim Dreisatzerfolg gegen seinen Landsmann Dominik Koepfer auch im Spiel gegen Krajinovic für seinen Kampfgeist belohnt. Im entscheidenden Durchgang lag Struff zweimal nach Aufschlagverlusten zurück, ehe er im Tiebreak im Gegensatz zu seinem Gegner die Nerven behielt. Bei Struffs drittem Matchball machte der aufschlagende Krajinovic einen Doppelfehler.

"Ich bin sehr glücklich. Es war ein verrücktes Spiel", sagte Struff. Der Weltranglisten-44. peilt bei dem mit 481.270 Euro dotierten Sandplatzturnier auf der Anlage des MTTC Iphitos nun seinen ersten Titelgewinn auf der ATP-Tour an. "Ich möchte unbedingt einen Turniersieg haben, egal wo", hatte Struff nach seinem Zweitrundensieg gegen Koepfer gesagt. Das Halbfinale bestreitet Struff gegen den Zverev-Bezwinger Ilja Iwaschka am Samstag (Live ab 13.30 Uhr auf BR24 Sport).

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Jan-Lennard Struff darf beim ATP-Turnier in München weiter vom ersten Titel seiner Karriere träumen. Der Warsteiner besiegte den Serben Filip Krajinovic mit 6:4, 4:6, 7:6 (7:3) und steht erstmals seit knapp zwei Jahren wieder in einem Halbfinale.

Zwei Viertelfinals nach Regenabbruch am Samstag auf dem Plan

Wegen Regens mussten zwei Viertelfinals unterbrochen und auf Samstag verschoben worden. Das Duell des an Nummer zwei gesetzten Norwegers Casper Ruud gegen John Millman aus Australien (Stand: 6:3) konnte am Freitag ebenso nicht beendet werden wie die Partie von Nikolos Bassilaschwili aus Georgien gegen den Slowaken Norbert Gombos (Stand: 5:4). Die Spiele werden am Samstag um 11.00 Uhr fortgesetzt. Die Sieger treten am späten Nachmittag im Halbfinale gegeneinander an.