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Ashtanga Yoga - beruhigt den Geist und stärkt die Muskeln | BR24

© Picture alliance/dpa

Ashtanga-Yoga-Lehrerin in Aktion

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    Ashtanga Yoga - beruhigt den Geist und stärkt die Muskeln

    Je stressiger die Welt umso größer wird das Bedürfnis der Menschen, aus dieser Achterbahn an Herausforderungen und Veränderungen auszubrechen. Yoga ist eine Form, zu sich selbst zu kommen. Eine der vielen Yoga-Richtungen ist das Ashtanga Yoga.

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    Yoga ist "das Zur-Ruhe-Bringen-der-Gedanken". "Ashta" bedeutet "acht". Yogis sagen, erst mit einen ruhigen Geist erfahre man das wahre Selbst. In einem achtstufigen Weg kann man dieses Ziel erreichen.

    Was ist das Ziel von Ashtanga Yoga?

    Körperliche und seelische Gesundheit, Wohlbefinden, der Weg zu sich selbst.

    Für wen ist es geeignet?

    Prinzipiell ist Yoga für alle Menschen geeignet - egal, wie fit oder wie alt sie sind. Ashtanga Yoga aber ist eine besonders dynamische und kraftvolle Form des Yoga, was vor allem auch an der Ujjayi-Atmung liegt. Die verschiedenen Asanas, das heißt Körperstellungen, werden immer fünf Atemzüge gehalten und durch einen Liegestütz mit einer Rückbeuge und dem nach unten schauenden Hund getrennt.

    Was sind die Voraussetzungen?

    Man muss Spaß an Bewegung haben, Lust, seine körperlichen und seelischen Grenzen auszuloten, die Herausforderung annehmen, regelmäßig zu üben und die scheinbare Eintönigkeit der Abfolge der Asanas als Vorteil zu sehen. Durch die klar strukturierte Abfolge der Asanas lernt man die Übungen auswendig, man kann sie aus dem Effeff und muss nicht lange nachdenken oder zum Nachbarn schielen. Außerdem kann man sich in jeder Stunde vergleichen - wie ging es mir bei der vorangegangenen Stunde in der Position? Bin ich besser geworden? Fällt mir die Position leichter? Man kann also mehr bei sich sein und seinen Geist zur Ruhe kommen lassen.

    Wie ist eine Session aufgebaut?

    Die 90-minütige Session beginnt mit der Begrüßung, dem Om-und Mantra Singen. Danach folgt die erste Serie des Sonnengrußes, dann die zweite Serie, gefolgt von sechs stehenden Asanas als Basis-Haltungen und die Abschluss-Sequenz. Die Stunde endet mit einer Finisher-Position, zum Beispiel einem Schulterstand und einer Schluss-Entspannung. Alle Teilnehmer benutzen während der Unterrichtszeit die Ujjayi-Atmung.

    Was ist Ujjayi-Atmung?

    Diese Atmung wird auch das königliche, siegreiche Atmen genannt. Sie beruhigt den Geist und erhöht die Vitalkraft. Es ist eine Atmung im oberen Brustbereich, beziehungsweise Kehlkopfbereich, bei der die Stimmritze leicht verschlossen ist. Das laute Atmen durch die Nase hört sich in einer Ashtanga Stunde wie das Rauschen des Meeres an. Man kann es sehr schnell lernen, auch wenn es für viele zuerst ungewohnt ist, so laut zu atmen.

    Was bewirkt Ashtanga-Yoga?

    Es kommt tatsächlich darauf an, was man selbst erreichen will: Man kann körperliche Fitness, Beweglichkeit, Koordination, Muskelaufbau und sogar Kondition erreichen. Darüber hinaus kann Yoga auch ein Weg zu sich selbst sein, insofern besteht immer auch die Möglichkeit eines spirituellen Weges. Die Körperarbeit ist zusammen mit der Atmung der Weg dorthin. Je nachdem, wie gut es einem geht und wie viel man bereit ist zu investieren, kann man körperliche und seelische Gesundheit erlangen.

    Wie oft muss man üben?

    So oft wie möglich! Am besten jeden Tag! Um alle Asana-Serien des Ashtanga Yogas zu können, benötigt man etwa zwei Jahre. Jeder entscheidet selbst, wie viel er üben und welchen Level er erreichen will. Ob man am Tag zehn, 30 oder 90 Minuten übt, ist jedem selbst überlassen. Wer allerdings wirklich besser werden, die Abfolgen der Übungen auswendig kennen will, der sollte drei Mal in der Woche praktizieren. Es gibt Klassen für Einsteiger und Fortgeschrittene, in denen die Schüler für sich selbst in ihrem eigenen Tempo üben und der Yoga-Lehrer von einem zum anderen geht und jeden einzeln korrigiert.

    Information im Internet

    de.ashtangayoga.info/ashtanga-yoga/