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Alexandra Burghardt

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    ARD-Recherche über Hautkontakt-Doping: Athleten sind geschockt

    Die ARD-Recherche "Geheimsache Doping - Schuldig. Wie Sportler ungewollt zu Dopern werden können" hat zahlreiche Top-Athleten schockiert. Auch die deutsche Sprintmeisterin Alexandra Burghardt aus Altötting findet das Thema "beängstigend".

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    • BR24 Sport

    "Das ist einfach echt beunruhigend und beängstigend, diese ganze Geschichte. Ich habe für mich auch noch keinen Weg gefunden, wie ich jetzt damit groß umgehen soll", sagte die 27-Jährige vom SV Gendorf Wacker Burghausen am Samstagabend im "Aktuellen Sportstudio" des ZDF.

    Bei der für Olympia qualifizierten Leichtathletin bliebe das Thema auf jeden Fall "einfach im Hinterkopf". Dabei reist Burghardt eigentlich mit großen Ambitionen nach Tokio: Kürzlich hatte sie die 100 Meter in der Top-Zeit von 11,01 Sekunden absolviert.

    Ironman Frodeno befürchtet "Ende des professionellen Sports"

    Triathlon-Star Jan Frodeno, der im Jahr 2016 auch die Challenge Roth gewonnen hatte, entwarf ein düsteres Zukunftsszenario. "Ohne jetzt zu apokalyptisch zu klingen, das ist ja schon für mich die Frage, ob das vielleicht auch ein Stück weit das Ende des professionellen Sports sein könnte", betonte der 39 Jahre alte Olympiasieger und dreifache Ironman-Triumphator.

    Reise nach Tokio mit neuen Ängsten

    Kurz vor dem Abflug nach Tokio meldete sich auch der zweimalige Olympiasieger und Kapitän des deutschen Hockeyteams Tobias Hauke zu Wort: "Das ist sehr ernüchternd, es ist fraglich, wie man dann langfristig sauberen Sport gewährleisten soll, das macht mir Angst". Nach dem, was jetzt aufgedeckt wurde, müsse "man da das ganze System überdenken", sagte Hauke und ergänzte: "Aber ich weiß auch nicht, wie das aussehen soll."

    ARD-Recherche sorgt für Aufsehen

    Die ARD-Dopingredaktion um Hajo Seppelt hat bei den Recherchen für die neueste Ausgabe von "Geheimsache Doping" gemeinsam mit der Rechtsmedizin der Uniklinik Köln ein ungewöhnliches Experiment gewagt: Können Dopingsubstanzen durch kurze Berührungen an Hand, Nacken oder Arm übertragen werden?

    Ja, so das Ergebnis der Mediziner der Uniklinik. Alle zwölf Testpersonen hätten nach der Untersuchung unter massivem Dopingverdacht gestanden. Die Spuren waren bis zu 15 Tage danach nachweisbar.