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Antisemitismus in München: Chemnitz-Fans sorgen für Skandal | BR24

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Eklat im Stadion an der Grünwalder Straße beim Spiel FC Bayern II gegen den Chemnitzer FC: Dort sollen am Samstag Gästefans aus Sachsen mit antisemitischen und rassistischen Beleidigungen negativ aufgefallen sein. Anzeigen gibt es bisher nicht.

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Antisemitismus in München: Chemnitz-Fans sorgen für Skandal

Eklat im Stadion an der Grünwalder Straße beim Spiel FC Bayern II gegen den Chemnitzer FC: Dort sollen am Samstag Gästefans aus Sachsen mit antisemitischen und rassistischen Beleidigungen negativ aufgefallen sein. Anzeigen gibt es bisher nicht.

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Fans des sächsischen Fußball-Drittligisten Chemnitzer FC (CFC) haben am Samstag bei der Auswärtspartie beim FC Bayern München II im Stadion an der Grünwalder Straße mit rassistischen und antisemitischen Äußerungen für einen Skandal gesorgt.

Antisemitische Beleidigungen gegen eigene Vereinsführung

Wie der Chemnitzer FC am Samstagabend mitteilte, sei vor allem Geschäftsführer Thomas Sobotzik mit antisemitischen Schmähungen beschimpft und beleidigt worden. Außerdem hatten sich einige Anhänger mit dem gekündigten Ex-Kapitän Daniel Frahn solidarisiert. Zuerst hatte der MDR über die Vorfälle berichtet.

"Bedrohungen und Aussagen wie 'Thomas Sobotzik, du Judensau' oder 'Daniel Frahn ist wenigstens kein Neger' dürfen in unserer Gesellschaft keine Akzeptanz haben", hieß es in der Mitteilung des CFC, der die Äußerungen "als widerlich empfindet und auf das Äußerste ablehnt". Außerdem will der Drittligist rechtliche Schritte prüfen.

Bei der Münchner Polizei ist indes bis zum Sonntagmittag keine Anzeige eingegangen. Auch die Einsatzkräfte hätten im Stadion an der Grünwalder Straße keine solchen Beleidigungen gehört, wie die Polizei am Sonntag auf BR24-Nachfrage mitteilte. Der Vorfall werde aber weiter geprüft.

Der Chemnitzer FC wird seine Problemfans nicht los

Hintergrund: Der Club hatte seinem Stürmer Frahn vor kurzem wegen seiner angeblichen Nähe zur rechten Szene gekündigt. Vorausgegangen war ein Eklat im März, als Frahn nach einem Tor ein T-Shirt mit der Aufschrift "Support your local Hools" (Unterstütze deine lokalen Hools) hochgehalten hatte. Zuvor hatten Fans des CFC den gestorbenen Hooligan und Rechtsextremisten Thomas H. mit einer aufwendigen Choreographie geehrt. Dieser gilt als Gründer der Hooligan-Vereinigung HooNaRa (Hooligans, Nazis, Rassisten).