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Anfeuern mit Maske? DFL-Konzept für Ende der Geisterspiele | BR24

© BR/Detlef Lindner

Wenn die Fußball-Bundesliga nach der Sommerpause in die Saison 2020/21 startet, könnten auch Fans wieder im Stadion mit dabei sein. Die Deutsche Fußball Liga (DFL) hat bereits konkrete Überlegungen in diese Richtung. Aber nur mit bestimmten Vorgaben.

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Anfeuern mit Maske? DFL-Konzept für Ende der Geisterspiele

Wenn die Fußball-Bundesliga nach der Sommerpause in die Saison 2020/21 startet, könnten auch Fans wieder im Stadion mit dabei sein. Die Deutsche Fußball Liga (DFL) hat bereits konkrete Überlegungen in diese Richtung. Diverse Szenarien sind denkbar.

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Die Deutsche Fußball Liga (DFL) arbeitet aktuell mit dem Gesundheitsministerium an Leitlinien für das Ende der Geisterspiele. Aber anders als beim Hygiene-Konzept für die Spiele ohne Zuschauer, will die DFL den Vereinen fortan keine exakten einheitlichen Vorgaben machen. Sie liefert eher eine Basis, auf deren Grundlage die Klubs in Zusammenarbeit mit den zuständigen Behörden individuell passende Konzepte erstellen können.

Keine einheitlichen Sicherheitsmaßnahmen

Mit dem gewohnten Stadion-Besuch würde ein vorsichtiger Neustart mit Zuschauern noch relativ wenig zu tun haben. Die Fans müssten sich auf Einschränkungen und besondere Maßnahmen einstellen, die sich im Detail von Verein zu Verein unterscheiden können.

Anreise der Fans

Das beginnt schon mit der Anreise. Während es rund um einige neuere Stadien am Stadtrand ausreichend Parkplätze gibt und schon vor der Coronakrise viele Zuschauer mit dem Auto anreisten, setzen andere Arenen bei ihrem Verkehrskonzept hauptsächlich auf den öffentlichen Nahverkehr. Kommen Fans in vollen Bussen und Bahnen zum Stadion, ist es allerdings deutlich schwieriger, die derzeit geltenden Abstandsregeln einzuhalten und im Fall der Fälle Infektionsketten nachzuvollziehen, als bei einer Anreise im eigenen Auto. Der Weg zum Spiel könnte bei der anvisierten Fan-Rückkehr also eines der größten Probleme werden.

Vorerst keine Dauerkarten

Wenn Fans ins Stadion dürfen, dann kann das erst einmal nur mit einer reduzierten Anzahl an Personen sein. Eine Vollauslastung der Stadien ist utopisch. Die Vereine reagieren mit der Planung des Dauerkarten-Verkaufs ganz unterschiedlich. Borussia Dortmund verkauft beispielsweise zunächst gar keine Saisontickets, bei Borussia Mönchengladbach können Dauerkartenbesitzer der vergangenen Spielzeit ihr Ticket für die kommende Saison wieder buchen. Es gilt aber erst ab der Rückrunde. Sollten schon in diesem Jahr wieder Fans ins Stadion dürfen, haben die treuen Anhänger ein Vorkaufsrecht auf Einzeltickets.

Personalisierte Tickets, Wärmebildkameras, 3D-Sensoren

In Zeiten, in denen Restaurant-Besucher ihren Namen und ihre Kontaktdaten angeben müssen, wird es auch im Stadion nicht ohne personalisierte Tickets gehen - ein sensibles Thema für die Fans. Spezielle Technik sollte die Erhöhung der Sicherheit gewährleisten: Wärmebildkameras könnten beim Einlass kontaktlos die Körpertemperatur messen und 3D-Sensoren den Abstand in einem Tribünenblock ermitteln.

Gesangsverbote unrealistisch

Auch wenn Gesangsverbote, wie sie in den Niederlanden geplant sind, in DFL-Kreisen nach dpa-Informationen als unrealistisch eingeschätzt werden, ändert sich zunächst wohl einiges: Das tragen eines Mund-Nasen-Schutzes wird wohl Pflicht werden, Stehplätze zuzulassen wird schwierig, und ob auch Gästefans in die Stadien dürfen, ist zumindest fraglich - beim Konzept von RB Leipzig wären sie auf jeden Fall schon mal nicht vorgesehen. Diverse Szenarien sind denkbar.