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Alpenverein plant weiterhin mit Kletter-Wettkämpfen | BR24

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Bei der Jahrespressekonferenz des DAV ging es um die Anforderungen und Themen, die 2020 auf den weltgrößten Bergsportverband zukommen.

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Alpenverein plant weiterhin mit Kletter-Wettkämpfen

Große Pläne hat der Deutsche Alpenverein (DAV) mit seiner Leistungssport-Sparte, trotz Corona. Nach dem Skibergsteigen-Weltcup im Februar plant der DAV während der Munich Boulder Week gleich zwei Spitzen-Boulderevents.

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Der DAV plant trotz der Corona-Epidemie vorerst weiter an den Wettkämpfen, die für 2020 vorgesehen sind. Dazu gehört die Premiere der Munich Boulder Week für Mai. Als Auftaktevent vorgesehen ist die Deutsche Meisterschaft Bouldern am Wochenende des 16. und 17. Mai . An den folgenden Tagen können in fünf Kletter- und Boulderhallen Kletterer und Boulderer aller Leistungsniveaus selbst an die Wände gehen. Dazu soll es ein Begleitprogramm mit Vorträgen, Filmen und Spaß-Wettkämpfen geben. Ab Samstag, 23. Mai, trifft sich dann die internationale Elite zum Boulderweltcup.

Im Juni dann wird bei den Finals 2020 in Duisburg der Deutsche Meister im Olympic Combined ermittelt. Klettern ist heuer erstmals dabei bei diesem Sport-Megaevent, bei dem 138 Medaillen vergeben werden.

DAV-Vizepräsidentin hofft auf weitere Olympia-Qualifikation

Für DAV-Vizepräsidentin Burgi Beste sind die Spitzenkletterer Jan Hojer (Frankfurt) und Alexander Megos durchaus Medaillenkandidaten bei den Olympischen Spielen in Tokio: „Wir hoffen bei der Europameisterschaft, dass sich auch noch eine deutsche Dame qualifiziert - und vielleicht eine Medaille mit nach Hause bringt. Bei den Jungs bin ich da recht optimistisch!“

Ob sich aber die beiden Hoffnungsträger Jan Hojer aus Frankfurt und Alexander Megos aus Erlangen im August gegen die Kletterweltelite in Japan durchsetzen können, hängt natürlich – wie so vieles andere dieser Tage – nicht nur vom Talent und der Leistung der Ausnahmekletterer ab, sondern auch von der weiteren Entwicklung der Corona-Epidemie.

Alpenverein will klimaneutral werden

Nächstes Jahr will der DAV einen „Klimaeuro“ als zusätzlichen Pflichtbeitrag für jedes Vollmitglied einführen. In welche Maßnahmen das Geld fließen solle, werde die für Mai geplante Hauptversammlung festlegen, sagte Vizepräsident Manfred Sailer bei der Jahrespressekonferenz in München. Bundesjugendleiter Simon Keller kündigte eine eigene Nachhaltigkeitsstrategie der DAV-Jugend an. Ziel sei es, die rund 2.800 Jugendleiter bei Aus- und Weiterbildungen besonders für Klimaschutzfragen zu sensibilisieren.