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Allgäuerin stellt Weltrekord im Triple Ultra Triathlon auf | BR24

© BR/Joseph Böck

Mareile Hertel hat beim Triple Ultra Triathlon in Lübeck den Weltrekord bei den Frauen verbessert. Die Distanzen: 11,4 Kilometer Schwimmen, 540 Kilometer Radfahren und 126,6 Kilometer Laufen. Im Hauptberuf leitet sie die Stadtwerke in Marktoberdorf.

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Allgäuerin stellt Weltrekord im Triple Ultra Triathlon auf

Mareile Hertel hat beim Triple Ultra Triathlon in Lübeck den Weltrekord bei den Frauen verbessert. Die Distanzen: 11,4 Kilometer Schwimmen, 540 Kilometer Radfahren und 126,6 Kilometer Laufen. Im Hauptberuf leitet sie die Stadtwerke in Marktoberdorf.

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Die Allgäuerin Mareile Hertel benötigte beim Triple Ultra Triathlon in Lensahn für die Distanz von 11,4 Kilometer Schwimmen, 540 Kilometer Radfahren und 126,6 Kilometer Laufen insgesamt 37:18:17 Stunden und blieb damit deutlich unter der alten Bestmarke von Astrid Benöhr (37:54:54 Stunden) aus dem Jahr 1996.

Wettkampf bei großer Hitze

Allerdings handelt es sich bei beiden Zeiten um inoffizielle Rekorde. Schnellster Mann war Thorsten Eckert aus Nürnberg in 36:25:02 Stunden. Dabei waren diese 37 Stunden noch keine große Herausforderung. Die richtige Ermüdung setzt bei Hertel erst nach 50 bis 60 Stunde ein.

Vollzeitjob in Marktoberdorf

Für solche Leistungen trainiert die 35-Jährige intensiv zwischen zehn und 40 Stunden in der Woche. Neben ihrem Vollzeitjob als Leiterin des Tiefbauamtes und der Stadtwerke in Marktoberdorf. Ihr Tag ist dementsprechend voll durchgeplant. Im Ultratriathlon gibt es nur zwei Profis, verriet sie im BR-Interview. Ansonsten sind alle Amateure und eine große Familie.

Erholung auf der Laufstrecke

Auf den großen Strecken beim Laufen und Radfahren ist Hertel lange Zeit alleine unterwegs, dann kann sie vollkommen abschalten. "Das ist für mich ein sehr erholsamer Zustand, eine Art Meditation. Gedankenlos und losgelöst vom Alltagsstress."

Schwimmen selber beigebracht

Seit 10 Jahren ist die gebürtige Mittelfränkin im extremen Ausdauersport unterwegs. Mit einem Marathon fing alles an. Sie hatte Talent für die Langstrecke, die immer länger wurde. Triathlon kam eher als Ausgleich für die langen Laufstrecken dazu. Schwimmen hat sie erst spät gelernt. 2009 die Premiere auf der Triathlon-Langdistanz in Roth. Dafür hatte sie sich das Schwimmen selber beigebracht und mit Hilfe eines Buchs das Kraueln erlernt.

Einen großen Traum hat Mareile Hertel noch. Das "Race across America" steht aber aktuell nicht auf ihrem Plan. Qualifiziert ist sie zwar schon, aber einen Start dort kann sie selbst nicht finanzieren und Sponsoren sind bei dieser Extremsportart rar.