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Alaba-Vater unterstellt Hoeneß "schmutzige Lügen" | BR24

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David Alaba

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    Alaba-Vater unterstellt Hoeneß "schmutzige Lügen"

    Der öffentlich ausgetragene Vertragspoker zwischen David Alaba und Bayern München geht in die nächste Runde. Nun hat Vater George Ehrenpräsident Uli Hoeneß sogar der Lüge bezichtigt.

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    Nach der Verbal-Attacke von Uli Hoeneß hat David Alabas Vater George nun ebenso heftig zurückgeschlagen und dem Münchner Ehrenpräsidenten sogar Unwahrheiten unterstellt: "Ich habe nicht damit gerechnet, dass der FC Bayern jetzt in der Öffentlichkeit schmutzige Lügen über Gehalts- und Provisionsforderungen streut", äußerte George Alaba gegenüber Sky.

    Eine "dreckige Anschuldigung" nannte er die Behauptung, wegen einer solchen Zahlung bei Vertragsunterschrift nicht zu einer Einigung gekommen zu sein. Dies sei nur geschehen, "weil wir die von ihnen vorgelegten Zahlen nicht akzeptieren", betonte Alaba senior. Er und sein Sohn hätten sich stets loyal verhalten und seien dem deutschen Rekordmeister - trotz lukrativer Wechselangebote - immer treu geblieben.

    Rätsel um geforderte Provisionszahlung

    Hoeneß hatte Alaba und dessen Agenten Pini Zahavi am Sonntag schwer attackiert. Zahavi bezeichnete er als "geldgierigen Piranha", Vater George lasse sich vom Agenten "sehr beeinflussen". Außerdem betonte Hoeneß, dass Alaba junior, der für eine Verlängerung seines 2021 auslaufenden Vertrages angeblich 25 Millionen Euro Jahresgage fordert, nie in die Gehaltsklasse eines Manuel Neuer oder Robert Lewandowski vorstoßen werde.

    Zahavi wehrte sich und betonte, dass er "zu keinem Zeitpunkt" mit den Bayern detailliert über eine etwaige Provisionszahlung gesprochen habe. Auf die Frage von Bayern-Sportvorstand Hasan Salihamidzic habe er geantwortet, er werde "nicht mehr als das Übliche" als Bonus fordern.

    Verhärtete Fronten

    Die Einigung mit Alaba junior sollte vorgehen. Doch diese scheint nun weiter weg denn je. Die Bayern sollen dem 28-Jährigen, der zwischendurch mit einem Wechsel in die englische Premier League oder die spanische La Liga liebäugelte, einen neuen Vierjahresvertrag mit einem Gehalt von zunächst 7,5 Millionen Euro geboten haben. Nach einer ersten Abfuhr soll finanziell nachgebessert worden sein - Zahavi aber fordert fünf Spielzeiten und ein noch höheres Salär.

    Sollte Alaba erneut ablehnen, favorisieren die Bayern einen sofortigen Verkauf - anstatt eines möglichen ablösefreien Wechsels 2021. Die angeblich aufgerufenen 60 Millionen Euro Transferentschädigung werden in Alabas Umfeld als "Fantasiesumme" betitelt. Auch dass Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge den Abwehrchef den "schwarzen Franz Beckenbauer" nannte, stieß auf Kritik. Als solcher müsse er mehr Wertschätzung erfahren, hieß es, und zwar in Gehaltsform.

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