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Jubel beim VfL Osnabrück, Enttäuschung bei den Würzburger Kickers

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    Abstieg der Würzburger Kickers in die 3. Liga besiegelt

    Nach nur einem Jahr in der 2. Bundesliga sind die Würzburger Kickers wieder abgestiegen. Ihr Heimspiel gegen den VfL Osnabrück verloren die Unterfranken mit 1:3 (0:0). Damit können die Kickers den Relegationsplatz nicht mehr erreichen.

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    Von
    • Wolfram Porr

    Die Bürde nach einer katastrophalen Hinrunde, in der die Kickers gerade mal neun Punkte holten, war einfach zu groß. Die Mannschaft von Interimstrainer Ralf Santelli, dem vierten Fußballlehrer auf diesem Posten in dieser Saison, kann bei zwei noch ausstehenden Partien den 16. Tabellenplatz, der zumindest die Teilnahme an den Relegationsspielen gegen den Tabellendritten der 3. Liga bedeutet hätte, nicht mehr erreichen.

    Selbst ein Sieg gegen den VfL Osnabrück hätte nicht mehr gereicht. Dafür hätte Eintracht Braunschweig im Parallelspiel bei Fortuna Düsseldorf verlieren müssen. Die Niedersachsen holten aber etwas überraschend ein 2:2.

    Kerk an den Pfosten - Pieringer übers Tor

    Gegen den Tabellenvorletzten Osnabrück, der ebenfalls ums Überleben in der 2. Bundesliga kämpft, waren die Kickers in einer ereignisarmen ersten Hälfte zumindest optisch die zielstrebigere Mannschaft. Nach einer ausgeglichenen und ereignisarmen ersten Viertelstunde kamen allerdings die Gäste zu einer ersten Abschlussmöglichkeit - der Ex-Nürnberger Sebastian Kerk traf in der 16. Minute den Pfosten.

    Ludovit Reis ließ zehn Minuten später eine weitere Großchance der Osnabrücker ungenutzt. Würzburg kam erst in der 40. Minute durch Marvin Pieringer zu seiner ersten echten Torgelegenheit - sein Schuss aus etwa 13 Metern ging aber knapp über das Tor.

    Kurzes Aufbäumen - dann macht Osnabrück alles klar

    Nach dem Wechsel erwischten die Gastgeber zunächst den besseren Start. Ein Schuss von Patrick Sontheimer ging aber denkbar knapp am Tor der Gäste vorbei (48.). Den ersten Treffer bejubelten dann kurz darauf die Gäste: Nach einer Kerk-Ecke sprang Osnabrücks Christian Santos höher als Tobias Kraulich - es stand 0:1.

    Jetzt war hier richtig Leben in der Bude. Kerk hatte sogar das 0:2 auf dem Fuß (55.), auf der Gegenseite knallte ein Schuss von Pieringer an den Pfosten (64.). Zwei Minuten später dann das 1:1: Nach einem Foul an Pieringer gab es Freistoß für die Kickers. Frank Ronstadt zielte aus 18 Metern genau !

    Würde der Ausgleich noch einmal Auftrieb geben? Nein! Die abgezockten Gäste hielten weiter gut dagegen und nutzten ihrerseits die Chance: Ulrich Taffertshofer (80.) und Reis (85.) besiegelten die achte Heimniederlage der "Rothosen" in dieser Saison.

    Es war eine Spielzeit zum Vergessen für die Würzburger, die in Michael Schiele, Marco Antwerpen und Bernhard Trares drei Trainer verschlissen. Ralf Santelli und Sebastian Schuppan übernahmen zuletzt als Trainergespann, konnten die Wende allerdings nicht mehr herbeiführen.

    Würzburger Kickers - VfL Osnabrück 1:3 (0:0)

    Würzburg: Verstappen - Ronstadt, L. Dietz, Kraulich, Feick (85. Baumann) - Sontheimer, Hägele (74. David) - Lotric (46. Meisel) - Munsy (86. Herrmann), Pieringer, van La Parra (63. Kopacz) - Trainer: Santelli

    Osnabrück: P. Kühn - Ajdini (74. K. Engel), Beermann, M. Trapp, K. Reichel (62. Wolze) - Reis (87. Blacha), U. Taffertshofer - Multhaup, Kerk, Amenyido (63. Heider) - Santos - Trainer: Feldhoff

    Tore: 0:1 Santos (51.), 1:1 Ronstadt (66.), 1:2 U. Taffertshofer (80.), 1:3 Reis (85.)

    Schiedsrichter: Sven Waschitzki (Essen)