Enttäuschte Spieler der SpVgg Greuther Fürth

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Absteiger Fürth nach Pokalblamage unter Druck

Absteiger Fürth nach Pokalblamage unter Druck

Die SpVgg Greuther Fürth erlebt in der ersten Runde im DFB-Pokal eine Blamage. Die Mängelliste gegen den Fünftligisten Stuttgarter Kickers ist lang - und zehrt an der Psyche. In der 2. Liga steht ein Krisengipfel an.

Fürths Trainer Marc Schneider verkündete nach der Pleite seiner SpVgg Greuther Fürth im DFB-Pokal eine an seine Spieler gerichtete Feststellung. "Anscheinend ist es noch nicht ganz in jedem Kopf drin, vielleicht ist da noch drin: Ich habe Bundesliga gespielt. Und ganz ehrlich: Der Fakt ist, du bist in der 2. Liga", beschrieb der Schweizer Trainer den im Fußball für einen Absteiger oft so komplizierten Anpassungsprozess.

Die Fürther Profis müssten diesen Umstand annehmen und "so schnell wie möglich hinkriegen". Wenn man das schaffe, könne einen das "am Schluss auch stärker machen", sagte der Trainer. Das blamable 0:2 beim Fünftligisten Stuttgarter Kickers war für Schneider jedenfalls der passende Aufhänger, um seine Botschaft eindringlich zu formulieren.

Fürth in dieser Saison noch ohne Sieg

Die Franken sind nach ihrem einjährigen Erstliga-Ausflug eine Klasse weiter unten noch nicht angekommen. Erst ein vielversprechendes 2:2 gegen Holstein Kiel, dann ein ernüchterndes 0:2 im Derby gegen den 1. FC Nürnberg - und jetzt die Pokal-Schmach von Stuttgart. Am Samstag waren die Fürther gefühlt nicht mal in der fünften Liga angekommen. "Es hat heute von vorne bis hinten nicht geklappt", konstatierte Mittelfeldspieler Max Christiansen nach dem 0:2.

Schon im Vorjahr waren die Fürther zum Pokal-Auftakt als damaliger Erstligist beim Regionalligisten SV Babelsberg 03 mit 4:5 im Elfmeterschießen gescheitert. Von einem Unterschied von drei Spielklassen war diesmal im Schwabenland nichts zu sehen.

"Haben nicht die Typen, um zu reagieren"

Verteidiger Denis Zagaria brachte die Kickers vor 7280 Zuschauern in der achten Minute in Führung. Der eingewechselte David Braig (88.) machte nach einem Konter alles klar. "Wir haben nicht die Typen, um dann zu reagieren", sprach Schneider einen bedenklichen Satz aus.

Der Fürther Fehlstart ist perfekt - und wird zur Kopfsache. "Zeit ist definitiv Mangelware. Zeit hast du nie und trotzdem geht es darum, nicht den Kopf zu verlieren und das Gefühl zu haben: Boah, jetzt ist alles schlecht und wir kommen dort nie an", sagte Schneider. Es werde aber "natürlich mental eine schwierige Geschichte. Die Qualität ist nicht nur in den Beinen."

Das Heimspiel am Freitag gegen die Null-Punkte-Starter vom Karlsruher SC ist schon ein Krisengipfel. Dann müssen die Fürther all jene Qualitäten zeigen, die sie in Stuttgart so eifrig verbargen. Sonst steigt der Druck weiter.

"Entschlossenheit fehlt"

Es habe "am Schluss die Entschlossenheit, die Tore zu machen, die Entschlossenheit, das Einfache richtig zu machen", gefehlt, erläuterte Schneider die Mängelliste. "An dem müssen wir sofort arbeiten. Es geht nicht darum zu sprechen, sondern wir müssen auf dem Platz die Antwort geben." Am Besten schon gegen Karlsruhe.

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