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Abstand, Maske, Lüften: So läuft das Training in Fitnessstudios | BR24

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Bewegung drinnen oder draußen? Wo ist das Infektionsrisiko am geringsten? Diese Fragen stellen sich Sportler in Corona-Zeiten. Doch es gibt auch Gesundheitschecks, die vor einem Neustart mit dem Training immer nötig sind.

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Abstand, Maske, Lüften: So läuft das Training in Fitnessstudios

Vom Lockdown im Frühjahr waren auch die Fitness- und Yogastudios betroffen. Im Juni machten die meisten von ihnen wieder auf - mit klar definierten Hygienemaßnahmen. Seitdem bestimmen AHA-Regeln das Training der Mitglieder.

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Fitness- und Yogastudios müssen sich an gesetzlich vorgegebene Infektionsschutzmaßnahmen halten, die vom Gesundheitsamt auch kontrolliert werden. Dazu gehören u.a. die gängigen AHA-Regeln wie

  • Abstand halten (mindestens 1,5 m)
  • Hygiene-Regeln wie Hände waschen
  • Alltagsmasken im Studio tragen, die Masken dürfen während des Trainings abgesetzt werden
  • Regelmäßiges Lüften
  • Bei Fitnesskursen ist die Teilnahme der Mitglieder beschränkt, sie müssen sich in eine Liste eintragen und an einem markierten Platz trainieren
  • Yogamatten müssen selbst mitgebracht werden
  • Fitnessgeräte müssen vor und nach dem Training desinfiziert werden

Aktuell: Das Ampelsystem

Am 18. Oktober 2020 ist die 7. erweiterte Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung in Kraft getreten. Diese beinhaltet ein Ampelsystem, das die Vorgaben in Abhängigkeit des aktuellen Inzidenzwertes des jeweiligen Standortes regelt. Das heißt, wo die Ampel auf Rot steht, kann es auch zu weiteren Maßnahmen oder Einschränkungen kommen.

Sport stärkt!

Fitness- und Yogastudios hoffen, dass trotz der steigenden Infektionszahlen die Politik die Rolle von Sport zur Stärkung des Immunsystems erkennt und die Menschen weiterhin Kurse besuchen und trainieren können. Eine weitere Schließung würden viele Studios wirtschaftlich kaum verkraften. Schon die letzten Monate waren für viele ein täglicher Kampf:

"Alles ist möglich. Es gibt Befürchtungen, dass es nochmal einen zweiten Lockdown gibt, mit der Hoffnung gepaart, dass das nie passiert, das wäre wirtschaftlich desaströs." Michael Pribil, Inhaber eines Fitnessstudios in München

Kleine Yogastudios setzen auf Online-Unterricht

Kleine Yogastudios konnten und können die Infektionsschutzmaßnahmen räumlich gar nicht umsetzen und müssen geschlossen bleiben. Manche Yoga-LehrerInnen haben deswegen notgedrungen auf Online-Unterricht vom eigenen Wohnzimmer aus umgeschwenkt. Online funktioniert zwar nur im begrenzten Maße, trotzdem stehen viele Studios vor großen wirtschaftlichen Herausforderungen, denn es müssen weiterhin Miete und Unterhaltungskosten für die Räumlichkeiten des Studios gezahlt werden. Da niemand sagen kann, wie lange wir mit der Pandemie und den Einschränkungen leben müssen, ist die Perspektive für viele Yoga-Einrichtungen sehr schwierig.

"Ich bleibe zu, ich mache weiter Online-Yoga, ich habe viele Mitgliederkarten digitalisiert und diejenigen, die Präsenz Stunden haben wollen, können zu einer befreundeten Yoga-Lehrerin gehen, die hat zwei Studios mit größeren Räumlichkeiten, die bietet Kurse an." Veronika Rössl, Yoga-Lehrerin und Inhaberin eines Yoga-Studios
© Frauke Gerbig/BR

Veronika Rössl, Yoga-Lehrerin , hat ihren Unterricht komplett auf Online Unterricht umgestellt.

Mitglieder der Fitnessstudios akzeptieren Schutzmaßnahmen

Mitglieder in Fitnessstudios sind erleichtert, dass sie seit Juni wieder regelmäßig trainieren können. Sie finden die Schutzmaßnahmen in Ordnung und hoffen, dass die Sportstätten auch weiterhin geöffnet bleiben. Sport stärkt physisch, psychisch und emotional und hilft vielen über die sonstigen gesellschaflichen Einschränkungen hinweg.

"Mir geht’s gut mit den Schutzmaßnahmen. Das Fitnessstudio hatte ja auch schon vorher ein Hygiene-Konzept, mit dem Desinfizieren der Geräte vor- und nachher. Hier hat man genügend Abstand und ich denke, der Mensch braucht auch einen gewissen Ausgleich zum Alltag. Training hilft da sehr", so lautet das Fazit eines Fitnessstudiomitglieds.