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Abfahrt in Bormio: Paris gewinnt, Dreßen nicht am Start | BR24

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Bei Thomas Dreßen zwickt das operierte Knie. Darum verzichtete er zur Sicherheit auf die Abfahrt in Bormio. In die Presche springen konnten seine Mannschaftskollegen nicht recht. Auch die deutschen Damen enttäuschten.

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Abfahrt in Bormio: Paris gewinnt, Dreßen nicht am Start

Dominik Paris ist in Bormio nicht zu schlagen: Zum vierten Mal hintereinander gewann der Italiener die Abfahrt auf der technisch anspruchsvollen Stelvio. DSV-Speedspezialist Thomas Dreßen war wegen Knieproblemen nicht am Start.

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Der Mittenwalder verzichtete auf die zweite Abfahrt in Bormio. Vom Deutschen Skiverband hieß es, sein operiertes Knie sei nach dem neunten Platz in der Abfahrt am Freitag dick geworden. Nach der Besichtigung am Samstagmorgen habe Dreßen dann entschieden, auf einen Start auf der eisigen Stelvio-Piste zu verzichten. Für die Kombination am Sonntag war der 26-Jährige ohnehin nicht vorgesehen.

Schwere Knieverletzung im November 2018

Dreßen hatte sich im November 2018 bei einem Sturz eine schwere Knieverletzung zugezogen und war den Rest der Saison ausgefallen. Beim Comeback in Lake Louise holte er in diesem Winter sensationell den dritten Abfahrtssieg seiner Karriere. Schon vor den Wettkämpfen in Gröden hatte er ein dickes Knie. Damals berichtete er, dass ihn die Ärzte und Physios auf ein solches Szenario vorbereitet hätten und er sich daher keine großen Sorgen machen. Der nächste Wettkampf für den erfolgreichsten deutschen Abfahrer der Weltcup-Geschichte ist am dritten Januar-Wochenende in Wengen.

"Es sind halt solche Tage, von denen der Arzt immer gesagt hat, dass die mal sein können, wo es einfach mal anschwillt." Thomas Dreßen

Paris gewinnt einmal mehr in Bormio

Der Sieg in der Abfahrt ging erneut an Dominik Paris. Der Italiener zeigte auf der Stelvio ein weiteres Mal eine beeindruckende Leistung und ist nun seit vier Weltcup-Abfahrten auf dieser Strecke unbesiegt. Zittern musste er allerdings bei der Fahrt des Schweizers Urs Kryenbühl, der bis zur letzten Zwischenzeit noch führte und im Ziel mit 0,08 Sekunden Rückstand den ersten Podestplatz seiner Karriere perfekt machte. Dritter wurde sein Landsmann Beat Feuz.

© picture-alliance/dpa

Dominik Paris

Josef Ferstl als 21. bester DSV-Starter

Bester DSV-Vertreter in Bormio war Josef Ferstl als 21.. Sein Rückstand auf Paris betrug 2,50 Sekunden. "Ich finde, das war gar nicht so ein schlechter Lauf" resümierte der Oberbayer im Ziel. Durch viel Wind verlor er an den letzten Tor allerdings noch viel Zeit: "Eine Sekunde zu verlieren, ist schon Wahnsinn," sagte Ferstl. Andreas Sander wurde 26. (+2,77 Sek.), einen Platz dahinter reihte sich Dominik Schwaiger ein (+2,88 Sek.). Romed Baumann fuhr auf den 30. Rang (+3,27 Sek.).