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Will mit der Spielvereinigung Bayreuth in die 3. Liga: der frühere Bundesliga-Profi und aktuelle Trainer der SpVgg, Timo Rost.

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3.Liga: SpVgg Bayreuth beantragt Lizenz für Profi-Fußball

Nach Aschaffenburg und Schweinfurt hat nun auch Regionalligist SpVgg Bayreuth die Lizenz für die dritthöchste deutsche Spielklasse beantragt. Der Verein feiert in diesem Jahr seinen 100. Geburtstag und will an alte Glanzzeiten anschließen.

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Von
  • Thorsten Gütling

Fußball-Regionalligist Spielvereinigung (SpVgg) Bayreuth hat die Lizenz für die 3. Liga eingereicht. Wie der Verein mitteilt, sei damit eine weitere Hürde in Richtung Profi-Fußball in der oberfränkischen Bezirkshauptstadt genommen worden.

Drei bayerische Vereine stellen Antrag auf Lizenz

Mit Viktoria Aschaffenburg und dem 1. FC Schweinfurt 05 haben damit drei bayerische Regionalligisten einen entsprechenden Antrag gestellt. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) stellt an die Vereine, die am Spielbetrieb der 3. Liga teilnehmen wollen, unabhängig von der sportlichen Qualifikation Anforderungen.

So muss in den Stadien nicht nur Platz für mindestens 10.000 Zuschauer sein, sondern unter anderem auch eine Flutlichtanlage zur Verfügung stehen, die eine Übertragung von Spielen im Fernsehen ermöglicht. Gefordert wird außerdem eine Rasenheizung bis zur übernächsten Spielzeit, die das über 20.000 Besucher fassende Hans-Walter-Wild-Stadion einer Entscheidung des Stadtrats zufolge auch bekommen soll. Dazu muss Medienvertretern ausreichend Platz für Technik und Interviews eingeräumt werden.

DFB stellt Bedingungen an Aufsteiger

Vom DFB heißt es dazu, das Zulassungsverfahren solle einen ordnungsgemäßen Ablauf der Saison im finanziellen und technisch-organisatorischen Bereich gewährleisten. Der Sportliche und Technische Direktor der SpVgg Bayreuth, Marcel Rozgonyi, sagt, man sehe sich sehr gut aufgestellt und dem Lizenzierungsverfahren positiv entgegen.

Der Weg in die 3. Liga führt über Playoffs und Relegation

Welcher Verein aus der Regionalliga Bayern an den Relegationsspielen gegen ein Team aus der Regionalliga Nord teilnehmen wird, entscheidet sich am Ende der Saison in Playoff-Spielen. Teilnahmeberechtigt daran sind die Mannschaften, die dann die Ränge eins bis vier in der Tabelle belegen. Bayreuth ist derzeit Dritter mit zehn Punkten Vorsprung auf Platz fünf. Aschaffenburg belegt den ersten Rang, Schweinfurt den vierten. Neun Spiele stehen in der laufenden Saison noch aus. Die Reserve des 1. FC Nürnberg liegt auf Platz zwei, hat die Lizenz für die 3. Liga aber nicht beantragt. Zur Begründung heißt es auf Nachfrage des BR, die Verantwortlichen seien der Ansicht, dass die Regionalliga Bayern die bestmögliche Liga für die Ausbildungsmannschaft des Clubs sei.

Klappt es mit dem Aufstieg, könnte Bayreuth in der 3. Liga auf Traditionsvereine und Schwergewichte wie den TSV 1860 München, den 1. FC Kaiserslautern, Waldhof Mannheim oder den 1. FC Saarbrücken treffen.

SpVgg Bayreuth will an glorreiche Zeiten anknüpfen

Die SpVgg Bayreuth feiert in diesem Jahr ihr 100-jähriges Bestehen. Mit insgesamt acht Meistertiteln ist sie Rekordtitelträger in der Bayernliga. Die Mehrzahl dieser Meisterschaften fuhr die "Altstadt" ein, als diese Liga noch die dritthöchste Spielklasse Deutschlands war.

1979 spielte Bayreuth als Tabellenzweiter der 2. Bundesliga in Relegationsspielen um den Aufstieg ins Oberhaus des deutschen Fußballs. Gegen Bayer 05 Uerdingen unterlag die SpVgg in Hin- und Rückspiel nur knapp mit 2:3. Insgesamt zwölf Jahre spielte Bayreuth in der zweithöchsten deutschen Spielklasse. In der ewigen Tabelle der 2. Liga belegt die SpVgg Rang 26.

Eines der bislang größten Spiele der Vereinsgeschichte fand 1980 im heimischen Stadion statt, als die Bayreuther in der dritten Runde des DFB-Pokals den späteren Deutschen Meister Bayern München mit 1:0 besiegten. 17 Mal spielte der Verein in der Hauptrunde des Pokals, zweimal stieß er bis ins Viertelfinale vor.

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