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3. Liga: Bayerische Klubs für zeitnahe Saisonfortsetzung | BR24

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Die fünf bayerischen Drittliga-Klubs sind sich einig, dass eine zeitnahe Fortsetzung der wegen der Corona-Krise unterbrochenen Spielzeit alternativlos ist. Notfalls mit Geisterspielen. Die anderen Vereine sind sich da nicht so sicher.

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3. Liga: Bayerische Klubs für zeitnahe Saisonfortsetzung

Die fünf bayerischen Drittliga-Klubs sind sich einig, dass eine zeitnahe Fortsetzung der wegen der Corona-Krise unterbrochenen Spielzeit alternativlos ist. Auch dann, wenn die noch ausstehenden Partien ohne Publikum ausgetragen werden müssen.

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"Es gibt für uns gar keine andere Lösung als die Saison zu Ende zu spielen, weil nur dann ein sportlich faires Endergebnis zustande kommt. Ansonsten sehe ich eine große Gefahr, dass der Fortbestand dieser ohnehin wirtschaftlich problematischen 3. Liga auf dem Spiel steht", sagte Manfred Schwabl, Präsident der SpVgg Unterhaching, in einer Videokonferenz, an der unter anderem BFV-Präsident Rainer Koch und Vertreter des TSV 1860 München, des FC Ingolstadt 04, des FC Bayern München II und des FC Würzburger Kickers teilgenommen hatten.

Überhaupt kein Fußball: die schlechteste Lösung

Auch für Geschäftsführer Franz Spitzauer und Direktor Sport Michael Henke von den Schanzern ist klar: "Geisterspiele sind nicht schön, aber überhaupt kein Fußball ist die schlechteste Lösung. Daher wollen wir so schnell wie möglich versuchen, diese Saison auf sportlichem Wege zu Ende zu bringen." Sebastian Dremmler und Jochen Sauer vom FC Bayern München II hoffen zudem darauf, "dass wir alle schnellstmöglich Planungssicherheit bekommen." Allerdings brauche es dazu es ein klares Commitment aller Drittligisten, die Saison zu Ende bringen zu wollen. "Wir bayerischen Klubs sind uns da einig, dass es um mehr als diese Saison geht".

"Abbruch gefährdet die Existenz der 3. Liga"

Auch beim TSV 1860 München ist man überzeugt davon, dass es so schnell wie möglich weitergehen muss. "Wer jetzt den freiwilligen Abbruch der 3. Liga fordert, sollten die Gesundheitsbehörden zu dem Schluss kommen, unter bestimmten Auflagen Spiele ohne Zuschauer zu genehmigen, gefährdet die zukünftige Existenz der 3. Liga", sagte Günther Gorenzel, Geschäftsführer beim TSV 1860 München. Michael Scharold, kaufmännischer Geschäftsführer ergänzte, dass es auf Grundlage der heute bekannten Fakten die Pflicht des DFB als Ligabetreiber sei, "alles Mögliche für die Fortsetzung der Liga zu tun, allein um Berufsfußballern die Ausübung ihres Berufs zu ermöglichen."

Zoff in der 3. Liga

In der Liga gibt es Zoff über die Konsequenzen der Krise, einige Teams fürchten bei Partien ohne Faneinnahmen um den wirtschaftlichen Fortbestand. "Für uns wären Geisterspiele ein weiterer Genickbruch. Sollte dieser Fall eintreten, ist der Gang zum Insolvenzgericht unumgänglich", sagte etwa Zwickaus Vorstandssprecher Tobias Leege.

Die bayerischen Vereine sehen das anders - sie werten einen Abbruch als gefährlicher. Rainer Koch, der Chef des BFV und Vizepräsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), lobte die Meinung seiner fünf Klubs. "Diese einhellige Auffassung der aktuellen Situation ist eine ebenso feste wie gute Basis, um den Schaden in Zusammenarbeit mit den weiteren Drittligisten so gut es geht zu minimieren", sagte er.