BR24 Logo
BR24 Logo
Sport

3. Liga auf der Zielgeraden - wer wird Meister, wer steigt auf? | BR24

© BR24 Sport/ Philipp Nagel

Der FC Bayern München II und die Würzburger Kickers spielen um die Meisterschaft, daneben wollen Ingolstadt und der TSV 1860 München ihre Aufstiegschancen wahren. Die 3. Liga biegt auf die Zielgerade ein - mit so viel Spannung wie nie zuvor.

1
Per Mail sharen
  • Artikel mit Audio-Inhalten

3. Liga auf der Zielgeraden - wer wird Meister, wer steigt auf?

Der FC Bayern München II und die Würzburger Kickers spielen um die Meisterschaft, daneben wollen Ingolstadt und der TSV 1860 München ihre Aufstiegschancen wahren. Die 3. Liga biegt auf die Zielgerade ein - mit so viel Spannung wie nie zuvor.

1
Per Mail sharen

Die "bayerischste" 3. Liga aller Zeiten sorgt an den letzten beiden Spieltagen für beste Fußball-Unterhaltung. Vier der fünf bayerischen Klubs sind noch in der Spitzengruppe dabei. Zwei können noch Meister werden, drei spielen um den Aufstieg mit. Unser Überblick vor dem vorletzten Saison-Spieltag.

FC Bayern München II: Es geht um die Meisterschaft

Die "kleinen" Bayern dürfen nicht aufsteigen, weil zwischen der ersten und zweiten Mannschaft eines Klubs mindestens eine Liga sein muss. Doch der FCB II dürfte natürlich Meister werden - und das will sich das Team von Trainer Sebastian Hoeneß nicht nehmen lassen.

Der Aufsteiger spielt seit Wochen zwar nicht überragend, aber mit einer außergewöhnlichen Konstanz und rettet auch knappe Partien über die Zeit. Die Vorentscheidung im Titelrennen möglicherweise schon am vorletzten Spieltag: Der MSV Duisburg, einer der Aufstiegskandidaten, kommt auf den FC Bayern Campus.

Bis zum 32. Spieltag hatten die "Zebras" die Tabelle noch angeführt, waren zwischenzeitlich einige Punkte enteilt und schienen schon wie ein sicherer Aufsteiger. In den letzten Wochen glückte Duisburg allerdings nicht mehr viel. Der MSV reist als Tabellenfünfter an - zwei Punkte fehlen zum Relegationsplatz - und muss gewinnen, um seine Aufstiegschancen zu wahren.

Gewinnen dagegen die Bayern und verlieren die Verfolger Würzburg und Braunschweig, wäre die Drittliga-Meisterschaft vorzeitig fix.

Würzburger Kickers: Der Aufstieg ist greifbar nah

Die Würzburger Kickers sind die Mannschaft der Stunde seit dem Corona-Neustart. Aus einer Mittelfeldmannschaft formte Trainer Michael Schiele zwei Spieltage vor Saisonende den heißesten Aufstiegskandidaten. Mit 63 Punkten stehen die Kickers einen Zählern hinter dem FC Bayern II auf Platz zwei. Braunschweig ist zwei Zähler dahinter, der FC Ingolstadt auf Platz vier hat schon drei Punkte Rückstand.

Die Rechnung für die letzten zwei Spieltage ist einfach: Mit drei Punkten aus zwei Spielen haben die Kickers den Relegationsplatz sicher, mit vier Zählern den direkten Aufstieg. Ein Sieg beim Tabellenzwölften Viktoria Köln wäre also ein gewaltiger Schritt Richtung zweite Fußball-Bundesliga.

FC Ingolstadt: Der Relegationsplatz ist möglich

Auch der FC Ingolstadt könnte am vorletzten Spieltag einen vorentscheidende Schritt Richtung Aufstieg gehen. Die "Schanzer" empfangen Abstiegskandidat 1. FC Magdeburg. Glückt ein Heimsieg, bleibt der FCI an der Spitzengruppe dran oder klettert sogar nach oben. Rechnerisch ist am 37. Spieltag sogar Platz zwei möglich, wenn die Konkurrenten aus Würzburg und Braunschweig patzen.

Sollte der MSV Duisburg beim FC Bayern München II verlieren, hätte Ingolstadt sogar schon - ein Sieg gegen Magdeburg vorausgesetzt - mindestens den Relegationsplatz sicher, ganz egal, wie die anderen Konkurrenten spielen. Das große Plus des FCI im Saisonfinale: Ingolstadt hat von allen Topteams die beste Tordifferenz, die am Ende vielleicht zwischen direktem Aufstieg und Relegationsplatz entscheiden könnte.

TSV 1860 München: Der Griff nach dem letzten Strohhalm

Die Münchner Löwen sind noch nicht raus aus dem Aufstiegsrennen. Allerdings müsste die Konkurrenz gleich zwei Spieltage hintereinander patzen. Rechnerisch ist dank der Tordifferenz derzeit sogar noch ein direkter Aufstiegsplatz drin, sollte Eintracht Braunschweig zwei Mal verlieren.

Aber auch die Konkurrenten aus Ingolstadt, Duisburg und Rostock müssten Federn lassen. Der TSV 1860 hat von allen Topteams die vermeintlich leichteste Aufgabe vor der Brust: Die Löwen spielen bei Absteiger Sonnenhof Großaspach. Glückt ein Sieg und die Konkurrenten patzten tatsächlich, könnte es am letzten Spieltag im Grünwalder Stadion ein echtes Aufstiegsendspiel geben: Dann kommt der FC Ingolstadt nach München.

SpVgg Unterhaching: Das Zünglein an der Waage?

Noch Anfang Juni schien die SpVgg Unterhaching der aussichtsreichste bayerische Kandidat für den Zweitligaaufstieg zu sein. Nach einer Sieglos-Serie finden sich die Münchner Vorstädter mittlerweile nur noch auf Tabellenplatz elf und hoffen einfach nur noch auf einen versöhnlichen Saisonausklang.

Vielleicht könnte die Spielvereinigung am letzten Saisonspieltag noch einmal indirekt in den Aufstiegskampf eingreifen. Unterhaching ist zu Gast beim MSV Duisburg und - je nach Ausgang des 37. Spieltags - könnte da der eine oder andere bayerische Klub vielleicht noch Schützenhilfe im Aufstiegskampf gebrauchen.

Der 37. Spieltag (Dienstag, 19.00 Uhr)

  • FSV Zwickau - Chemnitzer FC
  • FC Hansa Rostock - KFC Uerdingen 05
  • Viktoria Köln - Würzburger Kickers
  • Hallescher FC - 1. FC Kaiserslautern
  • Bayern München II - MSV Duisburg
  • SpVgg Unterhaching - FC Carl Zeiss Jena
  • SG Sonnenhof Großaspach - TSV 1860 München
  • FC Ingolstadt 04 - 1. FC Magdeburg
  • SC Preußen Münster - SV Meppen
  • Eintracht Braunschweig - SV Waldhof Mannheim

Der 38. Spieltag (Samstag, 14.00 Uhr)

  • SV Waldhof Mannheim - FSV Zwickau
  • SV Meppen - Eintracht Braunschweig
  • 1. FC Magdeburg - SC Preußen Münster
  • TSV 1860 München - FC Ingolstadt 04
  • FC Carl Zeiss Jena - SG Sonnenhof Großaspach
  • MSV Duisburg - SpVgg Unterhaching
  • 1. FC Kaiserslautern - Bayern München II
  • Würzburger Kickers - Hallescher FC
  • KFC Uerdingen 05 - Viktoria Köln
  • Chemnitzer FC - FC Hansa Rostock