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3:2 – Der FC Bayern siegt dank Lewandowskis Treffern in Piräus | BR24

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Der FC Bayern gewinnt in Piräus sein drittes Gruppenspiel der Saison Das 3:2 war allerdings ein sehr glückliches Ergebnis für die Münchner.

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3:2 – Der FC Bayern siegt dank Lewandowskis Treffern in Piräus

Drittes Spiel, dritter Sieg: Der FC Bayern schießt sich in der Champions League den Liga-Frust von der Seele. 3:2 gewinnen die Münchner in Piräus. Doch die Verletzungsprobleme bei den Münchnern vergrößern sich wohl.

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Die Vorgabe war klar: "Man muss geil sein auf Tore", sagte Uli Hoeneß vor der Champions-League-Partie bei Olympiakos Piräus. Doch die Mannschaft des FC Bayern München brauchte etwas, bis sie am Dienstagabend eben jene Tore lieferte, die sich ihr Präsident schon in den vergangenen Spielen erhofft hatte. 3:2 (1:1) gewannen die Münchner in Piräus - sie wirkten aber erneut schlagbar.

Torjäger Robert Lewandowski traf doppelt für die Münchner (34./62.), Corentin Tolisso erhöhte (75.). Die Führung im Gruppenspiel erzielte Youssef El-Arabi (23.) für Piräus - und Guilherme (79) traf zum Endstand im Georgios-Karaiskakis-Stadion. Damit gewinnen die Bayern zum dritten Mal und führen die Tabelle in der Gruppe B souverän vor Tottenham an.

In Europa läuft es also ergebnistechnisch für die Bayern – anders als in der Bundesliga. Zuletzt hatten sie ja erst 1:2 gegen Hoffenheim verloren und dann nur 2:2 im Bayern-Derby beim FC Augsburg gespielt, und dort auch noch seinen Abwehrchef Niklas Süle mit einem Kreuzbandriss verloren. So verteidigten die Münchner in Griechenland mit der französischen Innenverteidigung Benjamin Pavard und Lucas Hernández.

Müller und Konkurrent Coutinho spielen gemeinsam

Zudem durfte Thomas Müller nach sechs Spielen ohne Startelf-Einsatz in Piräus wieder von Beginn an mitspielen – überraschenderweise gemeinsam mit dem Brasilianer Philippe Coutinho. Müller kickte für Kingsley Coman als Rechtsaußen, Coutinho durfte wieder auf Müllers Lieblingsposition hinter den Spitzen ran.

Vom Start weg hatten die Bayern an einem nicht reibungslosen Abend (vor der Partie war es zu Ausschreitungen beim Youth-League-Spiel der Klubs gekommen) sehr viel Ballbesitz – und auch die ersten Chancen. Lewandowski probierte bei einem Konter den Ball mit einem Hackentrick Serge Gnabry vorzulegen, doch der Piräus-Torwart José Sa schnappte sich die Kugel vor dem Angreifer (2.). Zehn Minuten danach dribbelte sich Coutinho von links draußen in den Strafraum und schoss – doch erneut war Sa auf seinem Posten. Lewandowski schlenzte wenig später aus 16 Metern drüber (18.).

Lewandowski trifft im zwölften Pflichtspiel in Serie

Mit seiner ersten Torchance traf dann jedoch der Gegner: Müller und Außenverteidiger Joshua Kimmich waren auf ihrer rechten Seite viel zu weit weg von Konstantinos Tsimikas, der frei flanken konnte. Youssef El-Arabi köpfte dann aus wenigen Metern am zweiten Pfosten ins kurze Eck, wo Neuer den Ball zwar wegpatschte – allerdings erst hinter der Linie (23.). Im Anschluss daran hätte Hernández fast mit einem Eigentor die Führung von Piräus erhöht. Nach einer scharfen Flanke von Tsimikas prallte der Ball jedoch vom Franzosen direkt in die Arme von Torwart Manuel Neuer ab (31.).

Danach wusste der sogenannte "Raumdeuter" Müller, wo er stehen muss. Per Scherenschlag schoss er im Sechzehnmeterraum aufs Tor, Sa konnte den Ball nur abwehren – und Lewandowski traf im Nachschuss (34.). Der Pole erzielte im zwölften Pflichtspiel in Serie ein Tor für die Bayern. Kurz darauf flankte nun Alaba scharf durch den Strafraum der Griechen – Coutinho schoss jedoch aus kurzer Distanz übers Tor (39.).

Verletzungssorgen in der Defensive werden größer

Unmittelbar nach der Pause köpfte Georgios Masouras knapp vorbei (46.). Die Bayern wirkten in Griechenland nun ähnlich angreifbar wie zuletzt in Augsburg. Ungewohnt oft verloren sie auch im Spielaufbau den Ball durch Fehlpässe. Die Griechen konterten sich danach immer wieder fein in den Strafraum.

Zudem vergrößern sich wohl auch noch die Verletzungsprobleme in der Defensive: Nach dem Süle-Kreuzbandriss mussten nun der Sechser Javi Martínez mit Oberschenkelproblemen und später der humpelnde Hernández angeschlagen raus.

Nach dessen Auswechslung durften die Bayern dann aber wieder lachen: Mittelstürmer Lewandowski drückte den Ball nach einer Ecke per Außenrist im Fünfmeterraum über die Linie. Erneut war Müller im Getümmel des Strafraums der Vorlagengeber (62.). Doch wirklich spielbestimmend und sicher waren die Bayern auch nach der Führung nicht.

Nicht im Ansatz so souverän wie das 7:2 in Tottenham

Und die Gastgeber? Denen schien nun auch die Power abhandengekommen zu sein. So fielen in einer schwächer werdenden Partie die letzten Tore eher überraschend: Der eingewechselte Tolisso durfte etwa frei von der Strafraumkante abziehen. Er bestrafte dies in James-Bond-Bösewicht-Manier und traf sehenswert in den rechten Winkel (75.).

Guilherme stellte dann den Endstand mit der Hilfe von Thiagos abgespreiztem Arm her: Aus 25 Metern schoss der Brasilianer aufs Tor, kurz vorm Strafraum fälschte der Bayern-Mittelfeldspieler Thiago den Ball dann unhaltbar ab. Kurz vor dem Ende hielt Neuer nach einem starken Solo von Daniel Podence im Nachfassen den Sieg fest. So gewannen die Bayern etwas glücklich – und nicht im Ansatz so souverän wie beim 7:2 in Tottenham – auch ihren zweiten Auswärtsauftritt in der Champions League.

Olympiakos Piräus – FC Bayern München 2:3 (1:1)

Piräus: Sá - Elabdellaoui, Rúben Semedo, Meriah, Tsimikas - Camara (88. Randjelovic), Guilherme, Bouchalakis (68. Lovera) - Podence, Masouras (79. Guerrero) - El Arabi

München: Neuer - Kimmich, Pavard, Lucas Hernández (59. Boateng), Alaba - Javi Martinez (46. Tolisso) - Müller (86. Perisic), Thiago, Philippe Coutinho, Gnabry - Lewandowski

Schiedsrichter: Danny Makkelie (Niederlande).

Tore: 1:0 El Arabi (23.), 1:1 Lewandowski (34.), 1:2 Lewandowski (62.), 1:3 Tolisso (75.), 2:3 Guilherme (79.)

Gelbe Karten: Rúben Semedo (1), El Arabi (1) / Thiago (1), Neuer (1)

Beste Spieler: Elabdellaoui, El Arabi / Müller, Lewandowski