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Ismaik-Interview: 1860-Boss Reisinger findet Vorwürfe "absurd" | BR24

© picture-alliance/dpa

Robert Reisinger

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Ismaik-Interview: 1860-Boss Reisinger findet Vorwürfe "absurd"

Löwen-Investor Ismaik hat in einem BR-Interview die 1860-Kluboberen harsch kritisiert – sie hätten Trainer Bierofka "gemobbt". Für Präsident Robert Reisinger "entbehrt das jeder Grundlage". Er warf dem Jordanier seinerseits Mobbing vor.

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Der Investor teilte im exklusiven BR-Interview ordentlich aus: Ismaik sieht die Hauptschuld für den Abgang von Trainer Daniel Bierofka vor allem bei den Vereinsoberen. "Die Art und Weise, wie mit Daniel umgangenen wurde, wie man nicht nur ihn, sondern auch seine Frau und seine Kinder, seine Familie diesem Druck ausgesetzt hat, war das entscheidende. Es ist beschämend und traurig, dass man so mit einer Person und vor allem mit seiner Familie umgegangen ist. Es ist bei 1860 leider so, dass der Erfolgreiche und Ambitionierte so behandelt wird", sagte der Jordanier.

© BR

Erstmals nimmt Interimscoach Oliver Beer in Halle auf der Trainerbank Platz. Die Trennung von Daniel Bierofka hat dem TSV 1860 München unruhige Zeiten beschert. Investor Hasan Ismaik meldet sich zu Wort - und auch Präsident Robert Reisinger.

Reisinger: "Niemand wird bei 1860 gemobbt"

Diese Vorwürfe weist Löwen-Präsident Robert Reisinger im AZ-Interview von sich: "Festzuhalten ist: Durch das Präsidium des TSV München von 1860 e.V. wurde und wird kein Mitarbeiter gemobbt oder diskreditiert", wird Reisinger zitiert.

"Die Behauptung ist so absurd wie ehrenrührig – und entbehrt jeder Grundlage." Robert Reisinger in der Abendzeitung

Im Gegenzug bezichtigt der Präsident Ismaik des Mobbings. "Die öffentlichen Kommentare unseres Mitgesellschafters in der Vergangenheit bis zum heutigen Tag und seine unangebrachte Bewertung von Mitarbeitern und Partnern der TSV München von 1860 GmbH & Co. KGaA auf Facebook erfüllen dagegen durchaus die genannten Merkmale."

Reisinger bezieht sich auf einen Social-Post Ismaiks vom 7. November, in dem der Investor schreibt: "Wir müssen den Verein aus den Fesseln von PRO1860 befreien. Ihr Leistungsnachweis, den sie gemeinsam mit dem Präsidium und dem Verwaltungsrat in den letzten 30 Monaten an den Tag gelegt haben, ist beschämend und dem Traditionsklub 1860 unwürdig. Diese Personen gehen über Leichen."

Reisinger: "Denkwelt von Verschwörungstheoretikern"

Auch im BR-Interview kritisiert Ismaik PRO1860 scharf. Der Verein würde "von PRO1860 und den Ultras gesteuert", so der 43-Jährige. Dazu der Präsident: "Das ist Teil einer fortgesetzten Kampagne, um das Präsidium zu diskreditieren – und inhaltlich vollkommen abwegig. So was stammt aus der Denkwelt von Verschwörungstheoretikern."

"Ismaik selbst wird dieser Blödsinn aus seinem Umfeld erzählt." Robert Reisinger in der Abendzeitung