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Hoffen auf Geisterspiele gegen drohende Insolvenzen | BR24

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Fast zwei Drittel der Einnahmen der Fußballvereine kommen aus Fernsehgeldern und von Sponsoren. Wenn dieses Geld fehlt, spekuliert der "Kicker", könnten 13 der 26 deutschen Profiklubs Pleite gehen. Dieses Gespenst sollen Geisterspiele vertreiben.

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Hoffen auf Geisterspiele gegen drohende Insolvenzen

Die wirtschaftliche Lage vieler Vereine in der Bundesliga und in der 2. Liga ist einem Medienbericht zufolge dramatisch. Wie der "Kicker" berichtet, droht 13 der 36 Profivereine noch in dieser Saison die Insolvenz. Hoffnung machen Geisterspiele.

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  • BR24 Sport

13 Vereinen der ersten und zweiten Fußballbundesliga droht nach einem Bericht des "Kicker" die Insolvenz. Das Fachmagazin beruft sich auf Zahlen, die auf der Video-Mitgliederkonferenz der Deutschen Fußball Liga (DFL) am Dienstag den Vertretern der Profivereine mitgeteilt worden seien. Klubnamen wurden nicht genannt.

Das erschreckende Ergebnis resultiere aus der Bestandsaufnahme der 36 Vereine, die sie zu ihrer aktuellen Lage bei der DFL hinterlegten. Die Deutsche Fußball Liga (DFL) wollte den Bericht des "Kicker" am Freitagabend jedoch nicht kommentieren.

Besonders dramatische Situation in der 2. Bundesliga

Ausgehend von diesen Zahlen gestalte sich vor allem die Situation in der 2. Bundesliga dramatisch. Sieben Vereine sollen danach schon Ende Mai Insolvenz anmelden müssen, falls bis dahin der Spielbetrieb nicht aufgenommen und somit die vierte Rate der Medienpartner nicht fällig wird. Die letzte Rate aus dem aktuellen Medienvertrag wäre im Falle einer regulär gespielten Saison eigentlich Anfang Mai gezahlt worden. Die Bestandsaufnahme ergebe, dass zwei weitere Vereine der 2. Bundesliga im Juni Insolvenz anmelden müssten, wenn die Zahlungen der Sender ausbleiben sollten.

Ein Erstligist akut bedroht

In der Bundesliga soll ein Verein akut bedroht sein. Er könne seinen Verpflichtungen nur noch bis Mai nachkommen. Drei weitere Vereine müssten im Juni den Konkursverwalter bestellen. Wie der "Kicker" weiter berichtet, haben bisher bereits zwölf Vereine ihre Gelder aus der vierten Fernsehrate an Kreditinstitute und andere Partner abgetreten, um laufende Rechnungen zu bezahlen.

DFB beschließt Maßnahmenkatalog

Der DFB hat inzwischen einen Maßnahmenkatalog beschlossen, in dem geregelt ist, dass eine Insolvenz keine sportlichen Folgen haben wird. Neben den bayerischen Drittligisten hat auch der Zweitligist 1. FC Nürnberg inzwischen Kurzarbeit angemeldet. Geisterspiele versprechen eine Linderung der wegfallenden Einnahmen, zumindest die Fernseh- und Sponsorengelder würden wieder fließen. Und die machen fast zwei Drittel der Einnahmen der Fußballvereine aus.

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