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1. FC Nürnberg macht sich fit für den Abstiegkampf | BR24

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Nach zwei Wochen Urlaub nimmt der 1. FC Nürnberg wieder das Training auf. Trainer Jens Keller setzt klare Arbeitsschwerpunkte für einen erfolgreichen Abstiegskampf. Einen Neuzugang konnten die Franken schon präsentieren.

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1. FC Nürnberg macht sich fit für den Abstiegkampf

Nach zwei Wochen Urlaub nimmt der 1. FC Nürnberg wieder das Training auf. Trainer Jens Keller setzt klare Arbeitsschwerpunkte für einen erfolgreichen Abstiegskampf. Der Sportvorstand muss personell nachbessern.

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Für Jens Keller geht es beim 1. FC Nürnberg mit der Arbeit im neuen Jahr erst so richtig los. Mehr als drei Wochen hat der Trainer nun Zeit, den Drittletzten fit zu machen für den Abstiegskampf in der 2. Fußball-Bundesliga. Der erste Ernstfall steht dann am 30. Januar bei Aufstiegsanwärter Hamburger SV an.

"Jetzt ist es einfach mal so, dass wir arbeiten können", äußerte Keller mit Blick auf den Trainingsauftakt an diesem Samstag auf dem Vereinsgelände. "Für einen Trainer ist es immer gut, wenn man einige Trainingseinheiten mit der Mannschaft in Ruhe machen kann."

"Im Alltag geht es immer nur ums Gewinnen. Egal, was du gearbeitet hast, du musst Punkte holen." Jens Keller

"In ruhige Fahrwasser kommen"

Kellers Nahziel lautet: So schnell wie möglich raus aus der Abstiegszone. Das sagte er schon nach dem 2:0 im finalen Punktspiel 2019 gegen Dynamo Dresden. "Die Tabelle ist immer noch eng zusammen. Wir haben den Abstieg nicht verhindert. Wir müssen gucken, dass wir in ruhige Fahrwasser hineinkommen. Andere Dinge gibt es aktuell nicht auszugeben", sagte Keller, der den erfolglosen Österreicher Damir Canadi im November abgelöst hatte.

"Es war wichtig, mit dem Gefühl eines Sieges in die Pause zu gehen", hatte der neue Club-Coach vor dem zweiwöchigen Weihnachtsurlaub gesagt. Erst in der fünften Partie unter seiner Regie gelang der erste Erfolg. 19 Zähler nach 18 Punktspielen sind eine katastrophale Ausbeute für die Franken. Dass der Wiederaufstieg nicht gleich im ersten Jahr nach dem Abstieg klappen würde, war den Verantwortlichen klar - vom sofortigen Wiederaufstieg war auch nie die Rede. Dass es aber so schlecht läuft, hatte niemand erwartet.

"Man ist mit anderen Zielen gestartet und muss gucken, was man besser machen kann im neuen Jahr." Jens Keller

Zweikampfverhalten muss besser werden

In der Vorbereitung will er vor allem zwei Trainingsinhalte angehen: "Unser Zweikampfverhalten ist immer noch nicht optimal. Wir müssen da viel mehr investieren. Auch in Ballbesitz müssen wir über 90 Minuten mutig Fußball spielen."

34 Gegentore in 18 Partien waren einfach zu viele. Mehr Stabilität ist nötig. Ein Hoffnungsträger könnte der erfahrene Österreicher Georg Margreitter sein, der nach einigen Verletzungen gegen Dresden der Defensive Halt gab. "Er ist einer, der redet, der dirigiert, der die Mannschaft pusht", lobte Keller den Innenverteidiger.

Stammkeeper Mathenia vor Comeback

Erfreulich ist zudem, dass Torhüter Christian Mathenia nur drei Monate nach seinem Kniescheibenbruch schon wieder auf dem Platz trainiert. Die Nummer eins könnte schon im Wintercamp in Spanien wieder ins Mannschaftstraining einsteigen und bald ein Comeback feiern.

Personelle Verstärkung gesucht

Gefordert ist neben ihm und der Mannschaft auch Robert Palikuca. Der Sportvorstand muss personelle Korrekturen am schlecht aufeinander abgestimmten Kader bewerkstelligen. Dies forderte vor der Winterpause auch Keller in der BR-Radiosendung Heute im Stadion: "Wir müssen etwas machen", sagte der Coach damals. Vordringlich gesucht werden zwei Defensivkräfte, die spätestens zum Trainingslager vom 13. bis 22. Januar in Marbella an Bord sein sollen. Palikuca sucht Neuzugänge, die "gleich Kandidaten für die Startelf" sein sollen.

In den Testspielen gegen den FC Bayern (11. Januar im Max-Morlock-Stadion) und NK Osijek sowie ZSKA Sofia während des Spanien-Aufenthaltes könnten sich diese dann schon mal den zuletzt gebeutelten Club-Fans präsentieren.

© picture-alliance/dpa

Ist unzufrieden beim Club: Mikael Ishak

Ishak will weg

Der mit 26 Akteuren üppig besetzte Kader soll zugleich verschlankt werden. Zu den Wechselkandidaten zählt dabei auch der einstige Torjäger Mikael Ishak. "Es gibt sicherlich noch Gespräche mit dem einen oder anderen Spieler", deutete Keller an. Der Schwede, der in der Saison 2017/18 noch zwölf Tore für den Club erzielte, stand zuletzt nicht einmal mehr im Kader. Der 26-Jährige wird mit Ligakonkurrent Dynamo Dresden in Verbindung gegracht.