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Bittere 1:2-Niederlage für den 1. FC Nürnberg in Hoffenheim | BR24

© Picture alliance/dpa

Szene aus dem Spiel Hoffenheim gegen Nürnberg

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    Bittere 1:2-Niederlage für den 1. FC Nürnberg in Hoffenheim

    Zu wenig Offensivgeist, ein umstrittener Elfmetertreffer des Gegners und zwei weitere Verletzungsausfälle: Die Sorgen des 1. FC Nürnberg werden nach der 1:2-Niederlage in Hoffenheim immer größer.

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    Bereits nach drei Minuten pfiff Schiedsrichter Christian Dingert Elfmeter für die TSG Hoffenheim. Da nahm er die Entscheidung aber nach Sichtung des Videobeweises noch zurück. Einen Aufsetzer von Eduard Löwen (9.) konnte Kepper Oliver Baumann erst im Nachfassen festhalten. Der FCN hielt bis dahin eigentlich gut dagegen. Dann griff Dingert erneut zur Pfeife und diesmal (25.) blieb es bei der Elfmeterentscheidung, obwohl Patrick Erras den Ball eigentlich nur an den Arm bekam. Den Strafstoß nutzte Andrej Kramaric zur 1:0-Führung. Als Lukas Mühl seinen Gegenspieler Joelinton (36.) im Strafraum abräumte, erkannte weder der Referee noch sein Videokollege das als Bestrafens wert. Bei dieser Angelegenheit hatten die Nürnberger also durchaus Glück. Nach 39 Minuten konnte aber Sebastian Kerk, der sich lange zuvor bei einer Aktion am Kopf verletzt hatte, nicht weitermachen und wurde durch Robert Bauer ersetzt.

    Dritte Leistenverletzung beim 1. FC Nürnberg

    Auch in der zweiten Halbzeit spielten die Franken meist nur hinten herum. Zudem hatten sie weiteres Verletzungspech. Enrico Valentini griff sich nach einem Schuss mit schmerzverzerrtem Gesicht an die Leiste und musste ausgewechselt werden. Nach Petrak und Misidjan ist das bereits der dritte beim Club, der wegen einer solchen Verletzung ausfallen wird. Für ihn kam (52.) Timothy Tillman zu seinem Bundesliga-Debüt auf den Platz.

    "Es war letztendlich ein verdienter Sieg für Hoffenheim. In der ersten Hälfte hat uns ein bisschen der Mut gefehlt. In der zweiten Hälfte war eine klare Leistungssteigerung zu sehen. Mit ein bisschen Glück hätten wir einen Punkt geholt." Nürnberg-Interimstrainer Boris Schommers

    Ausgleichstreffer, weiterer Verletzungsausfall und erneuter Rückstand

    Ausgerechnet in dieser bitteren Spielphase gelang dem 1. FC Nürnberg bei seiner allerersten Offensivaktion der völlig überraschende Ausgleichstreffer. Hanno Behrens (61.) nutzte die schläfrige Abwehr der TSG für seinen unbedrängten Schuss zum 1:1. Lange konnten sich die Nürnberger aber über den Ausgleich nicht freuen: Mit Yuya Kubo verließ (76.) der nächste Franke den Platz verletzungsbedingt verlassen. Kaum war Lukas Jäger für ihn auf dem Platz, da fiel auch noch der erneute Gegentreffer. Adrej Kramaric (78.) verwandelte locker mit der Hacke zum 2:1.

    "Wir sind sehr enttäuscht heute. Das war eine bittere Niederlage. Die Spiele werden zwar weniger, aber wir werden nicht aufgeben." Nürnbergs Torwart Christian Mathenia

    Negativrekord für den 1. FC Nürnberg

    Damit hat Nürnberg nach wie vor sechs Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz und neun Zähler Abstand zum ersten Nichtabstiegsrang. Die Franken sind bereits in der 19. Liga-Partie in Serie ohne Sieg. Seit Einführung der Drei-Punkte-Regel im Jahr 1995 war nach 25 Spieltagen kein Bundesligist so schlecht wie der Tabellenletzte aus Nürnberg in dieser Saison.

    TSG Hoffenheim - 1. FC Nürnberg 2:1 (1:0)

    Hoffenheim: Baumann - Posch (69. Szalai), Vogt, Bicakcic - Kaderabek, Grillitsch, Schulz - Kramaric, Amiri (72. Bittencourt) - Belfodil (86. Otto), Joelinton. - Trainer: Nagelsmann

    Nürnberg: Mathenia - Valentini (52. Tillman), Mühl, Ewerton, Leibold - Erras - Behrens, Löwen - Kerk (38. Bauer), Kubo (76. Jäger) - Ishak. - Trainer: Schommers

    Tore: 1:0 Kramaric (25., Handelfmeter), 1:1 Behrens (61.), 2:1 Kramaric (78.)

    Gelbe Karten: Posch (4), Joelinton (3), Grillitsch (6) - Erras, Leibold (5)

    Schiedsrichter: Christian Dingert (Lebecksmühle)

    Zuschauer: 29.015