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Nürnbergs Sportdirektor Andreas Bornemann findet die Arbeit von Trainer Michael Köllner "noch genau so gut wie beim Aufstieg".
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Nürnbergs Sportdirektor Andreas Bornemann findet die Arbeit von Trainer Michael Köllner "noch genau so gut wie beim Aufstieg".

"Die Ausgangslage hat sich nicht großartig geändert", sagte Bornemann in Blickpunkt Sport. Er sehe deshalb keinen Anlass, Trainer Michael Köllner infrage zu stellen. Gegen den gab es im Max-Morlock-Stadion erstmals Proteste. "Die inhaltliche Bewertung seiner Arbeit ist heute noch genauso gut wie vor einem Dreivierteljahr, als wir zusammen aufgestiegen sind. Es hat sich nicht die Qualität unseres Trainers geändert, eher die Konkurrenzsituation in der Bundesliga". Ein, zwei personelle Veränderungen stellte er noch in Aussicht, um die Mannschaft noch einmal zu verstärken.

Nicht bundesligareif gegen Hertha

Drei Remis und neun Niederlagen lautet die magere Ausbeute des Aufsteigers in den letzten zwölf Partien. Hanno Behrens sorgte durch seinen Treffer immerhin für den seltenen Nürnberger Torjubel. Am Ende hat der 1. FC Nürnberg aber nach der 1:3-Niederlage die Rote Laterne behalten. Die Abstiegssorgen beim Tabellenletzten bleiben, die fußballerische Leistung war insgesamt nicht bundesligareif.

"Punkte wären das Wichtigste gewesen, das haben wir nicht geschafft, aber die Mannschaft hat Kampfgeist und Herz gezeigt. Das 1:2 war eine zu schwere Hypothek, aber wir werden trotzdem alles dafür tun, um nächste Woche in Mainz etwas Zählbares zu schaffen." Nürnberg-Trainer Michael Köllner

Ausgleichstreffer nach Köllners Anfeuerung

Ausgerechnet eine Minute nach der ersten Nürnberger Chance kassierte der Club den Gegentreffer. Weder Virgil Misidjan noch Eduard Löwen (14.) hatten die Kugel hinter die Linie des Berliner Kastens befördern können. Auf der anderen Seite hingegen verwandelte (15.) Vedad Ibisevic seinen satten Schuss zur 1:0-Führung. Die Gäste verwalteten ihren Vorsprung. Erst nach einer halben Stunde fand Nürnberg erstmals wieder den Weg in den gegnerischen Strafraum. Die unpräzise Hereingabe von Tim Leibold war symptomatisch für die harmlosen Bemühungen des Tabellenschlusslichts. Berlins Keeper Rune Almenning Jarstein konnte sie ohne jegliche Probleme abfangen. Trainer Michael Köllner forderte an der Seitenlinie sein Team (38.) lautstark an, endlich mehr Druck nach vorne zu zeigen. Anscheinend fand er damit Gehör, in der 42. Minute schaffte Hanno Behrens aus drei Metern den Ausgleichstreffer. Insgesamt 434 Minuten hatten die Fans der Franken auf einen Torjubel warten müssen.

"Ich kann mir nicht erklären, was in der zweiten Hälfte passiert ist. Es gibt immer Hoffnung, sonst könnten wir ja das Fußballspielen einstellen." Virgil Misidjan

Vergebliches Stemmen gegen die nächste Niederlage

Angespornt durch den Ausgleichstreffer starteten die Nürnberger deutlich aktiver in die zweite Hälfte. Arne Maier musste die Kugel am rechten Pfosten wegschlagen, sonst wäre sie nach einer Ecke im Berliner Tor gelandet. Doch erneut wurde die vergebene Chance prompt (50.) durch den Gegentreffer bestraft. Ondrej Duda verwandelte aus zehn Metern zur 2:1-Führung für die Gäste. Ein vermeintlich unabsichtliches Handspiel (54.) von Niklas Stark im Strafraum wurde nicht geahndet. Obwohl sich die Franken gegen die fünfte Niederlage in Folge stemmten, gelang Ondrej Duda (70.) der entscheidende Treffer zum 3:1-Endstand.

1. FC Nürnberg - Hertha BSC 1:3 (1:1)

Nürnberg: Mathenia - Valentini, Margreitter, Ewerton, Leibold - Petrak - Behrens, Löwen (82. Knöll) - Misidjan, Pereira (82. Kubo) - Ishak. - Trainer: Köllner

Berlin: Jarstein - Stark, Lustenberger, Rekik - Lazaro, Grujic (57. Darida), Arne Maier, Plattenhardt - Duda - Selke (89. Köpke), Ibisevic. - Trainer: Dardai

Tore: 0:1 Ibisevic (15.), 1:1 Behrens (42.), 1:2 Duda (50.), 1:3 Duda (70.)

Gelbe Karten: Löwen (3), Misidjan (3) - Duda (4)

Schiedsrichter: Guido Winkmann (Kerken)

Zuschauer: 36.112