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Während Hochzeitsfeier Siebenjährige in Indien vergewaltigt und ermordet

Eine Siebenjährige ist in Indien während einer Hochzeitsfeier vergewaltigt und anschließend erwürgt worden. Ein Verdächtiger ist festgenommen worden.

Stand: 17.04.2018

Ein Kind hält ein Schild auf einer Demonstration gegen Gewalt gegen Frauen in Indien  | Bild: picture-alliance/dpa

In Indien ist ein siebenjähriges Mädchen vergewaltigt und ermordet worden. Der Täter habe das Kind am Dienstag während einer Hochzeitsfeier in Etah im Bundesstaat Uttar Pradesch in seine Gewalt gebracht, vergewaltigt und erwürgt, berichten indische Medien. Ein Verdächtiger sei festgenommen worden. Der neue Vergewaltigungsfall heize die Proteste gegen Untätigkeit von Polizei und Politik zur Eindämmung von Vergewaltigungen weiter an, hieß es.

Spannungen zwischen Hindus und Muslimen

Zuletzt gab es in Indien landesweit Proteste, nachdem Details über die Gruppenvergewaltigung und Ermordung einer achtjährigen Muslimin im Bundesstaat Jammu und Kaschmir bekannt geworden waren. Die acht Männer, die wegen der Tat festgenommen wurden, sind Hindus. Der Fall verstärkte die Spannungen zwischen den Religionsgemeinschaft und erreichte eine politische Dimension, nachdem Politiker der hindu-nationalistischen Partei BJP gegen die Festnahme der acht hinduistischen Täter demonstriert hatten. In Jammu und Kaschmir ist die BJP Mitglied einer Regierungskoalition; in Neu Delhi stellt sie die indische Regierung.

Hohe Vergewaltigungsrate in Indien

Erst vor wenigen Tagen war in Uttar Pradesch zudem ein BJP-Landtagsabgeordneter wegen der Vergewaltigung einer 17-Jährigen festgenommen worden. Indien zählt zu den Ländern mit der höchsten Zahl von Vergewaltigungsfällen weltweit. 2016 wurden nach Polizeiangaben 38.947 Vergewaltigungsfälle anzeigt. 6.091 Opfer waren den Angaben zufolge zwischen 12 und 16 Jahre alt, 1.596 zwischen sechs und zwölf, und 570 jünger als sechs Jahre alt. In drei indischen Bundesstaaten werden Vergewaltigungen seit Dezember mit der Todesstrafe geahndet.


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