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Statistik zu Diebesbanden Zu diesen Uhrzeiten kommen die Einbrecher

Sie kommen in der Nacht und knacken die Tür - so das Klischee über Einbrecher. Nun hat eine Sonderkommission der schwäbischen Polizei interessante Fakten zu den Dieben veröffentlicht. Unter anderem wann und wo sie zuschlagen.

Von: Andreas Herz

Stand: 17.04.2018

Einbrecher hebelt Balkontür auf | Bild: colourbox.com

Monatelang haben sich 25 Polizisten im Polizeipräsidium Schwaben Süd um nichts anderes gekümmert als um Einbrecher. Die Erkenntnisse dieser Sonderkommission offenbaren interessante Details über die Diebesbanden.

Am Mittwoch wird statistisch am häufigsten eingebrochen. Mit geringem Abstand folgen Montag, Dienstag, Freitag und Samstag. Am wenigsten Delikte wurden am Sonntag erfasst.

Diese Häuser sind bei Dieben beliebt

Bei den Tatzeiten zeigt sich, dass ab 14 Uhr die Wahrscheinlichkeit für einen Einbruch steigt. Ab 17 Uhr erhöht es sich nochmals und reduziert sich ab 20 Uhr wieder auf das normale Niveau. Die Nacht ist also keineswegs die bevorzugte Tatzeit der Einbrecher, zu der sich viele mit aufwendiger Technik zu schützen versuchen.

Am liebsten werden freistehende Einfamilienhäuser angegangen. Rund 55 Prozent aller Delikte betreffen diese Wohnform. 25 Prozent der Taten wurden bei kleineren Mehrfamilienhäusern und Reihen- bzw. Doppelhäusern registriert.

Woher kommen die Täter?

Doch wer sind die Einbrecher und wieviel lassen sie im Schnitt mitgehen? Bei den Tatverdächtigen mischen sich Deutsche und Ausländer. Letztere stammen meist aus dem osteuropäischen Raum, also dem Kosovo, Ungarn, Rumänien und Bulgarien. Interessant: Nur in drei Ermittlungsverfahren gab es Bezüge im Hinblick auf organisierte Bandenkriminalität.

Bei knapp der Hälfte aller Delikte blieb es beim Einbruchs-Versuch. Wirklich eingebrochen wurde 113 mal. Die Diebesbeute summierte sich auf mehr als 600.000 Euro, das sind im Schnitt 5.300 Euro pro Einbruch.

Der Sachschaden durch aufgebrochene Türen oder ähnliches beträgt 125.000 Euro, wobei hier auch die Einbruchsversuche mit zählen. Das entspricht einem durchschnittlichen Sachschaden von rund 630 Euro pro Delikt.


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