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Wegen Spendenaufrufs Vor AfD-Parteitag: Augsburger Computer –Tüftler in Polizeigewahrsam

Wegen einer Spenden-Kontonummer auf ihrer Website mussten Augsburger Computer-Tüftler vor dem AfD-Parteitag in Augsburg in Polizeigewahrsam. Sie wurden fälschlicherweise mit einem Krawall-Reiseführer in Verbindung gebracht.

Stand: 04.07.2018

Wie nun bekannt wurde, hatten Staatsschutz und Staatsanwaltschaft im Vorfeld des AfD-Parteitags die Räume des Zwiebelfreunde e.V. durchsuchen lassen. Die Beamten nahmen Computer, Festplatten und private Unterlagen mit.

Verbindung zum Krawallreiseführer vermutet

Grund für die Aktion: Der Verein hatte auf seiner Homepage das Spendenkonto des Email-Anbieters riseup hinterlegt. Die Dienste dieses Providers sollen auch die Initiatoren des Krawallreiseführers für Augsburg in Anspruch genommen haben. Staatsschutz, Staatsanwaltschaft und Polizei vermuteten deshalb eine Verbindung zu den Zwiebelfreunden und zum Open Lab in Augsburg.

Zwiebelfreunde arbeiten mit Polizei zusammen

Eine solche Verbindung hat es aber nie gegeben, versichert der Vereinsvorsitzende Moritz Bartl. Er wundert sich vor allem auch deshalb über die Durchsuchungsaktion, weil der Verein unter anderem bei der Polizei IT-Workshops gibt und auch bei der Internationalen Polizeivereinigung Vorträge hält.

Chemische Formel sorgt für Räumung des Büros

Bei der Durchsuchung nahm die Polizei unter anderem auch diverse Chemikalien zur Reinigung von 3D-Druckern mit. Als die Beamten außerdem eine chemische Formel an einer Tafel entdeckten, musste das Büro geräumt werden.

Elektrogeräte sind weiter unter Verschluss

Bartl und zwei weitere Vereinsmitglieder wurden daraufhin vier Stunden lang in Gewahrsam genommen. Inzwischen sind alle wieder auf freiem Fuß, die beschlagnahmten elektronischen Geräte hat die Polizei aber noch immer unter Verschluss. Der Verein ist derzeit deshalb nur bedingt arbeitsfähig. Unter anderem kann ein von der EU finanziertes Millionen-Projekt nicht weitergeführt werden.


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Wieland der Schmied, Donnerstag, 05.Juli, 10:55 Uhr

2. Außer Spesen nichts gewesen

Die Polizei stand unter ungewöhnlicher Anspannung vor und während des AfD-Parteitages, wo es vor Anschlägen und Bedrohungen nur so wimmelte. Ist das der Preis für freie Meinungsäußerung? Kann eigentlich nicht sein! Es wird wohl von den Inhabern der Meinungs-und Deutungshohheit als ihr Jagdrevier angesehen, wo man fremde ungewünschte Eindringlinge gern ausgrenzen möchte.
Erfahren mußte das auch OB Griebl(CSU) bei seinem Auftritt vor den 5 000 Gegendemonstranten des AfD-Parteitages, als er aus der Menge heraus durch die Antifa-Einheiten mir Tomaten und Eiern beworfen wurde. Diese Einheit scheint Sonderrechte zu genießen, bemerkenswert ist aber vordergründig, daß sie keine "Verwandten" zu kennen scheint und Krawall um jeden Preis ausübt, wie es ihr gefällt. Als Politiker wird Griebl wohl an der Erkenntnis nicht vorbeikommen, daß der Hauptfeind der Demokratie heute links steht. Manche unken schon, die AfD könnte Koalitionspartner der CSU werden.

Luis, Donnerstag, 05.Juli, 06:52 Uhr

1. Vorschnelle Überreaktion?

Nein sowas !

Wegen "eindeutiger indizien" plötzlich die volle Härte des Staates zu spüren bekommen?
Dachte das geht nur wenn man ein offizielles Dokument (Staatsangehörigkeitsausweis) beantragt.

Wieder was gelernt.

Und warum sind weiterhin noch die Geräte unter Verschluss? Wurde dort einfach nur gefischt in der Hoffnung auf Beifang?
Wird krampfhaft nach irgendwas gesucht um die HD zu rechtfertigen?
Wie sonst bei den "Waffenfundenfotos" sprich Messer und Luftgewehr.
Vielleicht findet man noch irgendwelche Privatfotos die erst "überprüft " werden müssen, dann kann man die Schlagzeile "Verdacht auf Jugendpornos" oder was ähnliches kommunizieren obwohl es sich dann als Luftnummer rausstellt.

Ach ja, schöne neue Welt.