8

Umstrittene Skischaukel Seehofers Vermittlungsgespräch zum Riedberger Horn endet mit magerem Ergebnis

Das Vermittlungsgespräch zwischen Befürwortern und Gegnern der geplanten Skischaukel am Riedberger Horn bei Ministerpräsident Horst Seehofer ist mit einem Minimalergebnis zu Ende gegangen. Alle Beteiligten wollen den Dialog fortsetzen. In der Sache gab es keine Bewegung.

Von: Nikolaus Neumaier

Stand: 07.12.2017

Vermittlungsgespräch zwischen Befürwortern und Gegnern der geplanten Skischaukel am Riedberger Horn unter Leitung von Ministerpräsident Horst Seehofer am 7. Dezember 2017 im Bayerischen Landtag. | Bild: dpa-Bildfunk/Peter Kneffel

Das Treffen im Landtag in München dauerte fast zwei Stunden. An der Runde nahmen auch Finanz- und Heimatminister Markus Söder und Umweltministerin Ulrike Scharf teil.

Seehofer will "Interessen ausgleichen"

Seehofer meinte nach dem Gespräch, dass man weiter im Gespräch bleiben werde. "Es geht jetzt um die Planung und was man da verändern kann, was man miteinander zusammenbringen kann, wie man Interessen ausgleichen kann", sagte der Ministerpräsident.

Befürworter argumentieren mit Arbeitsplätzen

In der Sache sind sich Liftbefürworter und -gegner nicht näher gekommen. Peter Stehle, der Bürgermeister von Obermaiselstein, betonte, dass man weiter auf den umstrittenen neuen Lift bestehe und sagte: "Wir kämpfen ja seit zehn Jahren für diesen Lift, weil wir meinen, aus touristischer Sicht, wir brauchen diesen Lift, um unseren Jungen weiterhin Arbeitsplätze bieten zu können."

Gegner wollen bestehende Anlagen modernisieren und aufwerten

Martin Simon vom Freundeskreis Riedberger Horn gab sich konziliant. In der Sache aber sind die Gegner weiter unnachgiebig: "Aus unserer Sicht ist einfach der Ansatz: die Modernisierung der bestehenden Anlagen im Skigebiet. Natürlich mit einer Aufwertung versehen. Modernisierung der Bestehenden. Nichts Neues. Ganz wichtig", betonte Simon.

Der Bürgermeister von Balderschwang, Konrad Kienle, hofft dennoch auf eine allgemeine Verständigung. Wir wollen jetzt respektvoll miteinander umgehen, meinte er. Die Gegner haben aber schon angekündigt, dass sie notfalls vor Gericht ziehen werden.


8

Keine Kommentare mehr möglich. Hinweise zum Kommentieren finden Sie in den Kommentar-Spielregeln.)

Optic, Freitag, 08.Dezember, 08:00 Uhr

14. Zupflasterpartei

Der Naturschutz geht der CSU sonst irgendwo vorbei. Dieser
Partei geht es ausschließlich darum Macht zu demonstrieren. So nach dem Motto, wenn wir meinen was wollen zu müssen, dann setzen wir es auch durch. Mag es so blödsinnig sein wie es will. Die Murksmaut des verkehrspolitischen Geisterfahrergespann Dobrindt und seine unterfränkische Staatssekretärin Doro Bär, das Reidberger Horn und die Flächenversiegelungspolotik sind nur einige Beispiele.
Die Frage ist nur wie lange sich eine Bevölkerung eine solche Arroganz noch bieten lässt.

Miez, Freitag, 08.Dezember, 07:15 Uhr

13. Frau Scharf

Was sagt eigentlich unsere Umweltministerin dazu?

Nadine, Freitag, 08.Dezember, 06:58 Uhr

12. Wie gelangt man zum Gipfel?

Die Frage ist doch die, wie die Leute zum Gipfel kommen? Möglichkeiten gibt es dort doch viele. Man kann zu Fuss auf den Berg wandern, mit einer Seilbahn hinauffahren, mit einem Hubschrauber auf den Berg fliegen, das Tal mit Wasser fluten und zum Gipfel schwimmen ... oder man macht es so wie die NASA mit dem Mond. So könnte man ein Stück Stein vom Gipfel nehmen und diesen in München der Öffentlichkeit zugänglich machen, ganz nach dem Motto der NASA - touch the Riedeberger Horn (moon).

steve, Freitag, 08.Dezember, 06:24 Uhr

11. Flächenfras

Bayern steht ja dafür dass ja fast jede Woche ein neues Industriegebiet ausgewiesen wird. - Eine planierte Skipiste kann man am besten mit einem Parkplatz vergleiche. Es ist eine Fläche die kein Wasser mehr aufnehmen wird. In Zeiten von vermehrten Starkregen, wird alles Wasser dann im Tal ankommen.

Axel F., Freitag, 08.Dezember, 06:08 Uhr

10. schon erstaunlich, ...

... dass der Ministerpräsident und zwei Minister so viel Zeit finden, um über einen Lift zu diskutieren. Nein, es geht nicht um tausende von Arbeitsplätzen! Es geht darum, dass unser künftiger Ministerpräsident sich über einen Alpenschutzplan hinweggesetzt hat, anstatt Heimat zu schützen.