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Bistum Augsburg Sternsinger sammeln für Kinder in Indien und besuchen Seehofer

Die Sternsingeraktion im Bistum Augsburg ist eröffnet. Mehrere Hundert Buben und Mädchen trafen sich in der Mariä-Himmelfahrt-Kirche in Höchstädt im Landkreis Dillingen zum Auftaktgottesdienst. Vier Gruppen fuhren danach zu Ministerpräsident Seehofer. Diesmal wollen die Sternsinger vor allem Kindern in Indien helfen.

Von: Joseph Weidl und Eva Limmer

Stand: 29.12.2017

Die Sternsingeraktion 2018 ist die 60. Sie steht unter dem Motto "Gemeinsam gegen Kinderarbeit – in Indien und weltweit!". Damit richten die Sternsinger den Blick auf etwa 168 Millionen arbeitende Kinder weltweit, die wegen ihrer Armut durch ihre Arbeit – meist unter ausbeuterischen Bedingungen – einen Beitrag zum Familienunterhalt leisten müssen.

Sternsinger bilden Jubliäumszahl "60"

Zum 60-jährigen Bestehen formten alle Teilnehmer in Höchstädt nach dem Gottesdienst in der Mariä-Himmelfahrt-Kirche die Zahl 60. Danach zogen die als Heilige Drei Könige verkleideten Sternsinger bei strahlendem Sonnenschein zur Nordschwabenhalle.

Besuch der Staatskanzlei

Vier Gruppen mit zusammen 16 Jugendlichen aus den Pfarreien Mariä Himmelfahrt in Landsberg, St. Johannes Baptist in Pfaffenhofen, St. Jakobus in Friedberg und St. Jakobus in Biberbach wurden am Nachmittag von Ministerpräsident Horst Seehofer in München empfangen. Im Ministerratssaal der Staatskanzlei sprachen die schwäbischen Sternsinger ihren traditionellen Segen.

Je 100 Euro vom Ministerpräsidenten

Der Ministerpräsident überreichte jeder Gruppe 100 Euro als Spende. Mit einem Augenzwinkern betonte Seehofer, dass sich das der Freistaat jetzt noch leisten könne. Er fügte hinzu, dass es sich lohne, solche Traditionen wie das Sternsingen zu bewahren.

"Ihr tut Gutes zur Linderung der Not und der Kinderarbeit."

Ministerpräsident Horst Seehofer beim Empfang der Sternsinger aus Schwaben

Größte Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder

Jedes Jahr dürfen Sternsinger aus einer der sieben bayerischen Diözesen zum Ministerpräsidenten. Die Sternsingeraktion ist die weltweit größte Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder.

Sendung: BAYERN 3, Nachrichten, 29.12.2017, 15.00 Uhr


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Hans Holtz, Samstag, 30.Dezember, 13:50 Uhr

1. Schon als ich Kind war, wurde gesammelt und gesammelt...

Tja, das arme Indien... Wenn die Inder mal von China lernen würden, könnte die größte Not innerhalb weniger Jahre gelindert werden. Strikte Geburtenkontrolle hat für China einen enormen wirtschaftlichen Aufschwung gebracht, nicht nur die Armut breiter Bevölkerungsschichten drastisch reduziert. So lange Indien und Afrika sich weigern, die Kinderzahlen einzudämmen, wird es niemals eine Besserung für deren Völker geben. Was man uns als Folgen des Klimawandels verkauft ist unverhältnismäßiger Bevölkerungszuwachs. Da kann Europa noch so viele Milliarden hinein pumpen - ein Fass ohne Boden, bleibt ein Fass ohne Boden!

  • Antwort von Gerd, Samstag, 30.Dezember, 17:29 Uhr

    @H.H.

    habe schon mal Komm.*geschrieben.

    (*Gerd, Freitag, 29.Dezember, 11:16 Uhr)

    1. Sternsinger
    Natürlich Spende Ich wieder,
    10 € in die Kasse, und Kleinigkeiten für die Sammler.
    Würde aber gerne Kondome Spenden, - darf man(N) nicht.
    - "Kinderarmut in Afrika, Lateinamerika, Asien".

  • Antwort von Helmi, Samstag, 30.Dezember, 19:07 Uhr

    Auch wir haben schon als Kinder für Kinder ( Essen, Kleidung, Schule) gesammelt. War vor 50 Jahren. Wenn man sich die Zeit und die gespendeten Beträge anschaut, fragt man sich warum 2,5 Generationen später, die Empfänger immer noch verhungern und ungebildet sind.

  • Antwort von Wolf, Sonntag, 31.Dezember, 11:39 Uhr

    Klar,mit euren läppischen Spenden aus Kleingeld und versifften Klamotten rettet man einen Kontinent.....den man vorher komplett ausgeplündert hat.

  • Antwort von Südsachse, Sonntag, 31.Dezember, 17:47 Uhr

    Wolf, Sie sollten sich als ersten Vorsatz fürs neue Jahr vornehmen: in der Realität anzukommen! In einem Jahr kamen Informationen der BUNTEn nach aus Deutschland private Spenden von 43 Milliarden zusammen für Entwicklungsländer. Ich denke, das sind keinesfalls Peanuts und Sie sollten sich solche Summen mal bildlich vorstellen, wenn Sie auch keine Ahnung von Zahlen haben, wie viele Waldorfschulabgänger. Die Mär von den ausgeplünderten Staaten hält sich (bei Wessis) eisern, obwohl wir immer Handel betrieben haben, also nie da eingefallen sind und plünderten wie die Korsaren. Ich schwöre auf Eid, dass ich für meine Südfrüchte und Schokolade immer bezahlt habe. Übrigens, als ehemaliger DDR-Bürger schwöre ich ebenfalls, dass wir jahrelang für Bananen, Ananas und Apfelsinen hochwertige Konsumgüter, ja Lkws nach Kuba, liefern mussten, also wir ausgebeutet wurden, nicht die Exporteure! Den Schuh müssen Sie sich selbst anziehen - wir haben nie was geschenkt bekommen!

  • Antwort von Klaus P., Sonntag, 31.Dezember, 17:56 Uhr

    Wolf, Millionen sehen Sie als Kleingeld an? Da müssen Sie es ja haben... Kein Wunder, dass Sie so großzügig sind und uns immer zu noch mehr Hilfe anspornen. Leider musste ich seit meinem 16ten Lebensjahr früh raus und so sind mittlerweile 47 Jahre zusammen gekommen, wo ich im Laufrad gestrampelt habe. Wissen Sie, wenn ich das geschafft habe, verlange ich auch etwas Disziplin und Arbeitsbereitschaft von anderen Menschen. Somit hält sich mein Mitleid in Grenzen für Menschen, die arm sind, aber sich trotzdem acht und mehr Kinder anschaffen. Die haben selbst nichts, keine Arbeit und damit auch keine Perspektive für den Nachwuchs. Aber es ist Tradition und da muss es eben immer so sein. Wenn man diese Länder nicht mehr unterstützen würde, wären die eventuell endlich bereit, Chinas Beispiel zu folgen.

  • Antwort von Wolf, Montag, 01.Januar, 19:44 Uhr

    Was bewirken Kleiderspenden? Die zerschlagung der örtlichen Textilindustrie.
    Was bewirken subventionierte Lebensmittelimporte? Die zerstörung der heimischen Landwirtschaft.
    Was bewirken Waffenverkäufe gegen Rohstoffe? Krieg,Elend,Hunger
    Was folgt aus diesem Scenario? FLUCHT!
    Also,bleibt mir vom Leib mit eurem Brot für die Welt und Miserior-Scheiß,ein Deckmäntelchen des weißen Mannes,sonst garnix! Dieser Kommentar wurde von der BR-Redaktion entsprechend unseren
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