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Symposium statt Fahrverbote So will Augsburg die Diesel-Krise lösen

Frische Ideen für saubere Luft: Mit einem "Clean Air Tec Day" will Augsburgs OB Gribl Forschung und Wirtschaft zusammenbringen - herauskommen soll nicht weniger als eine Lösung für das Diesel-Dilemma. So zumindest die Theorie. Von Barbara Leinfelder

Von: Barbara Leinfelder

Stand: 16.04.2018

Abgase kommen aus dem Auspuff eines Autos. | Bild: BR/Johanna Schlüter

Augsburgs Oberbürgermeister Kurt Gribl (CSU) plant ein bundesweit bisher einmaliges Projekt. Wie Gribl dem BR heute sagte, wird die Stadt im Juni den ersten "Clean Air Tec Day" veranstalten. Geplant sei Akteure und Experten aus Forschung und Wirtschaft in einer Art Symposion zusammen zu bringen und alles an Wissen in Sachen Luftreinhaltung zusammen zu führen.

"Ich habe die Nase voll"

Dabei gehe darum, wie man die Schadstoffbelastung in den Städten reduzieren könne, um Fahrverbote zu vermeiden, eine Art Ideen-Pool für Kommunen, "wie man bessere Luftqualität hinbekommen kann". Er habe "ehrlich gesagt die Nase voll von dem ewigen Schlagabtausch, wer ist schuld und 'sorgt für eine blaue Plakette'", so Gribl.

Er will das Konzept dem Präsidium des Deutschen Städtetags vorstellen, das in Augsburg seine Sitzung abhält. Mittelfristig soll die Veranstaltung "Clean Air Tec Day" dann in ein regelmäßiges Messe-Format umgewandelt werden, so Gribl.

Segen vom Ministerium

Das Projekt habe auch den Segen des Bundesverkehrsministers Scheuer und werde mit großen Interesse aus dem bayerischen Wirtschaftsministerium verfolgt, weil es um innovative Ansätze gehe.

Geboren worden sei die Idee bei einem Treffen mit einem Vertreter des Augsburger Autozulieferers Faurecia, so Gribl, "weil wir viele Technologieansätze vor der Haustüre haben, uns aber in der Vergangenheit darauf beschränkt haben, zu klagen, dass die Situation nicht so ist, wie sie sein sollte".


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