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Signal der Geschlossenheit Schwaben-CSU segnet Liste für den Landtagswahlkampf ab

Bereit für den Landtagswahlkampf: In Stadtbergen bei Augsburg hat die schwäbische CSU ihre Liste für die kommende Landtagswahl aufgestellt und laut Markus Ferber, dem schwäbischen CSU-Chef, damit Geschlossenheit demonstriert.

Von: Barbara Leinfelder

Stand: 21.04.2018

Delegiertenversammlung des CSU-Bezirksverbands Schwaben | Bild: CSU Schwaben / Herwig Leiter

Die 120 Delegierten stimmten mit 99,2 Prozent dem Vorschlag des Kreisvorsitzes zu, der die Liste unter der Moderation von Ferber vorgelegt hatte.

Auf Platz 1 steht dabei der CSU-Fraktionsvorsitzende im Landtag, Thomas Kreuzer (Kempten, Oberallgäu), auf Platz 2 folgt Kultus-Staatssekretärin Carolina Trautner aus Stadtbergen (Augsburg-Land-Süd), und Platz 3 fiel an Finanzstaatssekretär Hans Reichart (Günzburg). Platz 4 nimmt Wirtschaftsminister Franz Josef Pschierer ein (Kaufbeuren) , Platz 5 Angelika Schorer (Marktoberdorf). Der frühere Sozialstaatssekretär Johannes Hintersberger (Augsburg) rangiert auf Platz 6, die ehemalige Ministerin Beate Merk (Neu-Ulm) auf Platz 7.

Ferber: Liste ist ein Signal der Geschlossenheit

"Das ist ein Signal, dass die schwäbische CSU geschlossen in den Landtagswahlkampf geht", zeigte sich Ferber zufrieden. Die vorlegte Liste sei ausgewogen gewesen. Es habe keine größeren Diskussionen mehr gegeben, so der Vorsitzende auf die Frage, ob sich die Gemüter in der schwäbischen CSU wieder beruhigt hätten.

Wie berichtet, hatte es zuletzt Zoff gegeben, bei der Beratung um die Landtagsliste. Dem Vernehmen nach hatte Alfred Sauter, Urgestein der Günzburger CSU, einen Listenplatz ganz vorne für Reichhart eingefordert, um die Partei zu verjüngen. Darüber war vor zwei Wochen ein Streit entbrannt. Inzwischen sei aber wieder Einigkeit eingekehrt, so Ferber. Der hatte - gut informierten Kreisen zufolge - hinter den Kulissen ein Machtwort gesprochen und klar gemacht, dass jetzt ein denkbar schlechter Zeitpunkt sei, um öffentlich Differenzen auszutragen.

Ferber: Auch im prosperierenden Schwaben gibt es Probleme

Ferber sagte dem BR, dass Schwaben zwar prosperiere, es aber trotzdem Probleme gebe, die die Politik anpacken müsse. So gebe es im Landkreis Dillingen eine zum Teil völlig unzureichende Straßeninfrastruktur, im Landkreis Günzburg müsse es mehr Förderung für den ländlichen Raum geben, während Kempten und Augsburg dabei unterstützt werden müssten, den starken Zuzug von Neubürgern und Familien zu meistern, "mit Kitas, Hortplätzen und allem, was dazu gehört", so Ferber.

Außerdem wurde der Augsburger Landrat Martin Sailer offiziell von den Delegierten auf Platz 1 der Liste zur Bezirkstagswahl und damit zum Kandidaten für das Amt als Bezirkstagspräsidenten gewählt. Sailer würde im Falle seiner Wahl dem scheidenden Präsidenten Jürgen Reichert nachfolgen, der nicht mehr antritt. WieSailer dem BR bereits vorab gesagt hatte, würde er das Ehrenamt des Bezirkstagspräsidenten dann neben seiner Aufgabe als Landrat weiterführen.


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