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Sicherheit contra Flächenfraß Geplante Ortsumgehung spaltet Opfenbach

Eine Verlegung der B32 treibt einen Keil in die Gemeinde Opfenbach im Westallgäu: Die einen fordern die Ortsumgehung, um für mehr Sicherheit zu sorgen. Die anderen lehnen sie ab wegen des Flächenverbrauchs.

Stand: 13.03.2018

Die geplante Umgehungsstraße sorgt für Streit - Verkehrssicherheit contra Flächenfraß | Bild: BR/Christoph Scheule

Wer von Ravensburg Richtung Immenstadt fährt, fährt heute auf der B32 durch Opfenbach - täglich rollen rund 11.000 Fahrzeuge, darunter viele LKW durch den Ort. Diesen Verkehr wollen viele Bürger gerne raus haben, sie fordern eine Umgehungsstraße für die B32. Doch nicht alle halten die Idee für gut.

Sichtbar wird der Streit durch aufgestellte Banner der jeweiligen Seite. Während die einen den Lärm und die Gefahren anprangern, kritisieren die anderen den "Flächenfraß" wertvollen Bio-Weidelands und die Millionen-Kosten. Im Bundesverkehrswegeplan 2030 ist die Umgehung als "vordringlich" gelistet.

Erster Anlauf für Bürgerentscheid gescheitert

Im Sommer 2017 sammelten die Gegner über 250 Unterschriften für einen Bürgerentscheid. Da die Fragestellung aber juristisch nicht erlaubt war, lehnte der Gemeinderat damals formal ab und stimmte nun im Februar mit 10:3 Stimmen für das Projekt. Ob die Gegener nun erneut Stimmen für einen Bürgerentscheid sammeln oder der Gemeinderat selbst ein Ratsbegehren startet, ist momentan in der Schwebe. Der "Ball" liegt nun erst einmal beim zuständigen staatlichen Bauamt Kempten, das die Planungen starten muss.


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