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Stadt will Konzept erarbeiten Nach dritter Fliegerbombe: Neu-Ulm droht weitere Evakuierung

Neu-Ulm hat die dritte Fliegerbombe und die zweite große Evakuierung gut überstanden - doch fast alle gehen davon aus, dass im Südstadtboden weiter Überraschungen lauern. Was kann man tun?

Stand: 16.04.2018

Die Fliegerbombe, die am 13.04.2018 in Neu-Ulm entschärft worden ist.  | Bild: BR/Joseph Weidl

Nachdem letzten Freitag zum dritten Mal innerhalb weniger Wochen auf der Baustelle am „Südstadtbogen“ in Neu-Ulm eine Fliegerbombe aus dem zweiten Weltkrieg entschärft worden war, und zum zweiten Mal 12.000 Menschen ihre Wohnungen wegen der Evakuierung verlassen mussten, wollen nun Stadt und Baufirma in den nächsten Tagen das weitere Vorgehen planen.

Denn: Auf dem Gelände könnten noch weitere Blindgänger liegen – diese Einschätzung teilte auch der Kampfmittelräumdienst, der am Freitag einmal mehr für die Entschärfung zuständig war. Es steht bereits die Idee im Raum, die Baustelle beispielsweise in Sektoren einzuteilen und jeden Sektor erst komplett – Schicht für Schicht – auf Bomben zu sondieren und Verdachtsobjekte zu untersuchen, bevor dort weitergebaut werden kann.

Das sagt die zuständige Baufirma

Ein solches Vorgehen wäre eine der Optionen, die sich auch die zuständige Baufirma „Realgrund“ vorstellen könnte. Christian Holz, Vorstand der Baufirma, bestätigte dem BR Korrespondentenbüro in Günzburg, dass Gespräche mit der Stadt auch in seinem Interesse seien und diese möglichst bald in dieser Woche geführt werden sollen. Die vorgeschlagene Sektoren-Einteilung wäre auch aus Firmensicht denkbar.

Dienstag und Mittwoch soll es dann eine genaue Lagebesprechung mit Stadt und Kampfmittelräumdienst geben. Bis dahin würden auch keine tiefergehenden Erdbauarbeiten auf der Baustelle durchgeführt.


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