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Kriegsdienstverweigerung Mutmaßlicher Reichsbürger wegen Fahnenflucht vor Gericht

Das Amtsgericht Kaufbeuren muss sich heute (16.04.18) mit einem kuriosen Fall befassen. Es geht um einen mutmaßlichen Reichsbürger, der Zeitsoldat ist. Er soll Fahnenflucht begangen haben.

Stand: 16.04.2018

Symbolbild: Soldaten vom Gebirgsjägerbataillon 23 stehen dicht nebeneinander. | Bild: picture-alliance/dpa/Sven Hoppe

Der 37-jährige Zeitsoldat aus dem Landkreis Deggendorf, der der Reichsbürgerszene nahestehen soll, hat am 16. August vergangenen Jahres seinen Dienst bei den Gebirgsjägern in Füssen nicht angetreten. Eine Woche zuvor hatte der Mann einen Antrag auf Anerkennung als Kriegsdienstverweigerer eingereicht – was als Zeitsoldat äußerst ungewöhnlich ist.

Strafbefehl gegen mutmaßlichen Reichsbürger

Auch auf den ausdrücklichen Befehl seines Vorgesetzten ist der Mann nicht zum Dienst erschienen. Daraufhin wurde er von den Feldjägern abgeholt. Wegen Fahnenflucht erhielt der 37-jährige einen Strafbefehl. Gegen diesen legte er Einspruch ein. Deshalb kommt es nun zum Prozess. Fahnenflucht kann laut dem Wehrstrafgesetz mit Freiheitsstrafen bis zu fünf Jahren bestraft werden. Auch der Versuch ist strafbar.


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