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Reaktion auf Stadtratsbeschluss Initiative stößt Bürgerbegehren gegen Moschee-Bau in Kaufbeuren an

Eine Bürgerinitiative will gegen den geplanten Moschee-Neubau in Kaufbeuren ein Bürgerbegehren auf den Weg bringen. Der Stadtrat hatte mit großer Mehrheit beschlossen, der türkisch-islamischen Gemeinde ein Grundstück dafür zu überlassen.

Von: Rupert Waldmüller

Stand: 12.02.2018

Computergrafik der geplanten Moschee in einem Schaukasten | Bild: BR/Rupert Waldmüller

Die Initiatoren der Initiative mit dem Namen "Ablehnung Grundstücksvergabe für DITIB Moschee in Kaufbeuren" würden ab sofort Unterschriftenlisten in Kaufbeuren auslegen, schreiben sie auf der Facebook-Seite "Kaufbeurer Bürger gegen Neubau einer DITIB-Moschee". Außerdem kündigte die Initiative, die ohne konkrete Ansprechpartner im Netz auftritt, Info-Stände in der Stadt an.

DITIB steht für den Verein Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion. Der bundesweite Dachverband für die Koordinierung der religiösen, sozialen und kulturellen Tätigkeiten der angeschlossenen Moscheegemeinden hat seinen Sitz in Berlin.

Bürgerinitative: "Verbreiter des politischen Islam"

Nach eigenen Angaben soll per Bürgerentscheid verhindert werden, dass die Stadt Kaufbeuren dem türkisch-islamischen Kulturverein – wie vom Stadtrat angestrebt – ein Grundstück im Gewerbegebiet "Untere Au" für den Moschee-Neubau überlässt.

Als Begründung nennen die Initiatoren ihre Vorbehalte gegen den Moschee-Dachverband DITIB: "Wir sehen diese Organisation als Verbreiter des politischen Islam, der die Weltherrschaft der Muslime und als Nahziel die 'Eroberung' von Europa durch den Islam anstrebt", so die Bürgerinitiative auf ihrer Facebook-Seite.

Gelassenheit seitens der Stadt

Oberbürgermeister Stefan Bosse (CSU) zeigte sich angesichts der Pläne für ein Bürgerbegehren gelassen. "Mich überrascht das nicht", sagte Bosse dem BR. Im Vorfeld sei schon zu spüren gewesen, dass es in der Bevölkerung viel Unruhe gebe. "Stichwort: Flüchtlinge, Stichwort: Türkei und Stichwort: Erdogan." Der Oberbürgermeister glaubt nicht an einen Erfolg eines Bürgerbegehrens gegen den Moschee-Neubau.

"Ich glaube, die Bürger erkennen den Versuch der Stadt, die verträglichste Lösung für alle zu finden."

Kaufbeurens Oberbürgermeister Stefan Bosse

Grundstücksdeal an Bedingungen geknüpft

Im November hatte der Kaufbeurer Stadtrat mit einer Zwei-Drittel-Mehrheit grundsätzlich dafür gestimmt, der türkisch-islamischen Gemeinde ein 5.000-Quadratmeter-Grundstück im Gewerbegebiet "Untere Au" im Rahmen eines Erbpachtvertrags zu überlassen.

Das Votum ist aber an bestimmte Bedingungen geknüpft – unter anderem ein Mitspracherecht der Stadt bei der Gestaltung der Moschee und eine Selbstverpflichtung der Gemeinde, die freiheitlich-demokratische Grundordnung zu achten.


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Rolf Reuther, Dienstag, 13.Februar, 10:25 Uhr

7. Moschee Bau

Ich bin gegen den Bau einer Moschee.

Links Wähler , Dienstag, 13.Februar, 10:18 Uhr

6. Die katholische und evangelische Kirche könnten an die Moslems Grundstücke

Die katholische und evangelische Kirche besitzen sehr viel Land, sie könnten an die Moslems Grundstücke zum Moscheenbau verschenken oder günstig verpachten. Das wäre eine edle Geste. Das wäre eine echte Menschenliebe, nicht nur Kirchenasyl.

thorie, Dienstag, 13.Februar, 10:08 Uhr

5. lieber herr bosse

wenn dann das versprechen ..."....eine Selbstverpflichtung der Gemeinde, die freiheitlich-demokratische Grundordnung zu achten. ...." nicht eingehalten wird, wird das ding dann abgerissen?

Kluge Leserin , Dienstag, 13.Februar, 10:00 Uhr

4. Landfraß verhindern! Dazu mein Vorschlag hier:

Landfraß verhindern! Dazu mein Vorschlag hier:

Einige architektonisch wertlose wenig besuchte Kirchen zu Moscheen umbauen.

Das ist Die Lösung!

  • Antwort von Norbert Orlowski, Dienstag, 13.Februar, 10:43 Uhr

    Das ist eine sehr gute Idee, finde ich. Zweifellos nicht ganz einfach umzusetzen, aber mit gutem Willen aller Beteiligten sicher machbar. Allerdings sollte dies nur für Vorhaben gelten, die nicht DITIB-verbunden sind.

Squareman, Dienstag, 13.Februar, 09:46 Uhr

3. Selbstverpflichtung

So eine Selbstverpflichtung verpflichtet doch zu nichts. Die Ditib ist nun einmal der verlängerte Arm Erdogans der nict nur in die Moscheen sondern auch in die Schulen reicht. Die Imane kommen aus der Türkei, können kein Deutsch und wurden auf Erdogans Linie gebracht. Hassprediger sind ja in Deutschland auch keine Seltenheit und die Salafisten sind eine Terrorgruppe unter dem Mantel der Religionsfreiheit. Die Integration der Muslime in Deutschland ist gescheitert, nicht trotz der Moscheen sondern wegen der Moscheen.