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Maroder Damm Forggensee bleibt vorerst trocken

Der Forggensee bei Füssen kann vorerst nicht wiederaufgestaut werden. Der Betreiber des Staudamms hat weitere Schäden festgestellt.

Stand: 06.06.2018

Schild und Bootssteg am ausgelassenen Forggensee am 7. Juni 2018 | Bild: BR/Rupert Waldmüller

Der Betreiber Uniper hat am Nachmittag mitgeteilt, dass es nichts wird mit dem geplanten Teil-Aufstau. Erkundungsbohrungen am rund 60 Jahre alten Damm bei Roßhaupten hätten ergeben, dass es noch "umfangreichen Stabilisierungsbedarf" gibt. Der Damm sei besonders auf einer Seite "geschwächt".

Sorge um den alten Damm

Wörtlich schreibt Uniper in einer Mitteilung: "Ohne ausreichende Stabilität ist die Sicherheit des Damms nicht gewährleistet und ein Aufstau nicht möglich."

Jetzt wird weiter Zement in den alten Damm gespritzt. Neue Messgeräte im Dam sollen dann weitere Hinweise liefern. Erst in den kommenden Wochen, heißt es bei Uniper, werde entscheiden, ob und wann der Forggensee zumindest teilweise aufgestaut werden kann.

Der Tourismus leidet

Der Forggensee ist der größte Stausee in Deutschland. Die Tourismuswirtschaft in der Region um Schloss Neuschwanstein klagt über große Einbußen, weil Urlauber auf das Baden und Schifffahrten auf dem See verzichten müssen.


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Matthias Schreiner, Mittwoch, 13.Juni, 21:01 Uhr

7.

Folgender ohne Wasser ist zwar ärgerlich aber doch egal. Es gibt in unmittelbarer Nähe so viele Seen und andere Erholungsmöglichkeiten. Wir bleiben Füssen treu.

Woltermann, Dienstag, 12.Juni, 15:57 Uhr

6. Urlaub in Rieden an der Forggenwüste

Wir haben zufällig vom Problem im TV erfahren. User Vermieter meinte, dass der See keine Große Bedeutung in Rieden hat. Darum keine Chance auf Stornierung.Keine gute Werbung für diese Region.

Stauff, Michael, Donnerstag, 07.Juni, 13:25 Uhr

5. Forggensee

Ich gebe allen Recht, die sich darüber ärgern, das der See in dieser Saison ohne Wasser bleibt. Ich fahre in diesem Jahr zu 49. Mal nach Schwangau in Urlaub und habe den See bis dato noch nie ohne Wasser gesehen (fahre halt nicht im Winter in Urlaub). Dennoch muß ich sagen, das ich mich irgendwie auf den neuen, ungwohnten Anblick freue. Es ist mal was anderes und wenn die Reparaturmaßnahmen notwendig sind, dann ist es nunmal so. Mein Vermieter hat mir eine kostenlose Stornierung des Uralubs angeboten, die allerdings abgelehnt habe. Erholung ist halt nicht nur auf`s Wasser starren und baden.

Klöckener Peter, Donnerstag, 07.Juni, 10:37 Uhr

4. Urlaub am Forggensee

Ja, wir haben gleich zweimal Urlaub am Forggensee gebucht.(Juni u. August) Da jetzt Anfang Juni noch nicht mit dem Aufstauen begenonnen werden kann, haben wir dann zweimal einen See ohne Wasser. Das hat uns bei der Buchung leider niemand gesagt. Ich frage mich natürlich, warum wurde mit den Arbeiten erst im April 2018 begonnen wenn der See seit November 2017 leer ist. Die Hotels der Umgebung werben naturlich mit "Seeblick" oder "Seenähe" , aber der jetzige Mangel wird den Preis natürlich nicht mindern. Diese Hotelbetreiber sind ja finanziell sowieso sehr stark betroffen. Es gibt natürlich viele andere Möglichkeiten den Urlaub zu gestalten (wandern,radfahren usw.) , aber die Enttäuschung ist schon groß.

  • Antwort von Allgäuer, Donnerstag, 07.Juni, 10:54 Uhr

    So bedauerlich es für die Tourismusbranche ist. Manche Verfahren in der Bauindustrie lassen sich eben nur in der frostfreien Zeit durchführen. Vielleicht aber wurden die Schäden auch erst später entdeckt. Man könnte hier meinen, die Betreibergesellschaft will sie vorsätzlich ärgern und gibt zum Spaß zig Millionen zur Sanierung aus.
    Was ist besser?
    Ein danach wieder intakter Damm und somit auch Forggensee oder die Gefahr eines Dammbruches, bei dem es wohl sehr viele Opfer unterhalb des Stausee gäbe.
    Manchmal kann man durch so viel Egoismus und Ignoranz nur den Kopf schütteln.

Holzer, Donnerstag, 07.Juni, 10:10 Uhr

3. Kamele

Man könnte doch temporär einige Kamele auf dem ausgetrockneten Terrain einsetzen, um den gebuchten Urlaubern etwas zu bieten. Kamelritte sollen ja ähnlich schwanken wie Schifffahrten