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Erfolg für Naturschützer Flugplatzheide in Augsburg wird nicht bebaut

Freude bei Naturschützern: Die Flugplatzheide in Augsburg wird nicht angetastet. Heute wird der Landschaftspflegeverband der Stadt Augsburg darüber informieren, wie es mit dem Areal weiter geht. Der Freistaat wollte auf der Heidefläche ein Flüchtlingsheim bauen.

Stand: 14.03.2018

Naturschützer auf der Augsburger Flugplatzheide | Bild: BR / Torsten Thierbach

Die ursprünglichen Pläne des Freistaats, auf dem Gelände eine Flüchtlingsunterkunft zu errichten, sind vom Tisch. Die untere Naturschutzbehörde arbeitet jetzt einen Schutzplan für die Flugplatzheide aus. Laut Nicolas Liebig vom Landschaftspflegeverband ist das ein Riesenerfolg auch für die ehrenamtlichen Naturschützer, die hart gekämpft haben für den Erhalt der rund sechs Hektar großen Fläche. Diese gilt als einzigartige innerstädtische Biotopfläche in Augsburg.

Viele seltene Arten

Nirgendwo in Bayern gibt es so viele seltene Arten, die auf der Roten Liste stehen, auf einem Fleck. Hier wächst etwa die Kartäusernelke oder der Kreuzenzian, hier flattert der rare Idasbläuling-Schmetterling über den Kiesboden - für alle Naturfreunde ein wahre Schatzkammer. Im Sommer, wenn alles blüht, geht einem hier das Herz auf, sagt Eberhard Pfeuffer von der Augsburger Lechallianz.

"Es blüht hier der klebrige Lein, den es bayernweit nur am Lech gibt. Und weitere seltene Arten. Das macht das Gebiet so besonders wertvoll. Und das Ganze innerstädtisch, das muss man sich mal vorstellen."

Eberhard Pfeuffer, Augsburger Lechallianz

Einzigartiges Biotop

Pfeuffer konnte nicht verstehen, wieso gerade hier, auf einer Fläche, die extra dem Naturschutz überlassen wurde, auf einmal doch gebaut werden soll. Er betonte stets, man habe "absolut nichts gegen Flüchtlingsheime. Aber gegen eine Bebauung hier, ganz gleich welcher Art, da sind wir strikt dagegen, das lehnen wir ab. Weil ein einzigartiges Biotop auch für künftige Generationen zerstört wird."


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Hinterfrager, Donnerstag, 15.März, 09:54 Uhr

2. Bebauung

Hoffentlich ist es eine Entscheidung auf Dauer und nicht nur bis zur Wahl im Herbst. Wir brauchen die ohnehin wenigen, verbliebenen Naturflächen und seien sie noch so klein.Es bringt nichts, alles zu betonieren, für eine Klientel, die Schwierigkeiten zur Integration hat und noch weniger Aussicht auf einen Arbeitsplatz. Denn die schrumpfen z.Zt. massiv und stellen die Arbeitswelt auf eine harte Probe. So ehrlich sollte auch der grösste Integrationsbeführworter sein, dass es immer enger wird,und nicht gleich wieder die Nazi-Parole bemühen. Für eine Phase momentaner Herausforderung sollte wenigstens die Natur nicht auf der Strecke bleiben. Denn ich möchte, dass auch meine Enkel diese noch direkt erleben können und nicht nur durch Filmmaterial.

Susi Müller, Mittwoch, 14.März, 08:18 Uhr

1.

ein Fall für unseren " Heimatminister ". Ist eigentlich unseren hochbezahlten Politikern alles wurscht ??? Einfach schnell mal ein Naturschutzgebiet zubauen, wozu braucht man so etwas auch. Egal ob für Flüchtlingsunterkünfte, Gewerbegebiete etc. Hauptsache alles schön zubetonieren. Haben die alle keine Kinder und Enkelkinder, die auch noch so etwas wie Natur haben möchten. Einfach unglaublich

  • Antwort von qw, Mittwoch, 14.März, 09:04 Uhr

    Ja, in Byern steht der Begriff "Heimatminister" eigentlich für "Heimatzerstörungsminister", siehe Sudelfeld und Riedberger Horn uws......

  • Antwort von Brunhilde, Mittwoch, 14.März, 11:22 Uhr

    Und dieser Heimatminister (ehemalige) Söder, soll jetzt Bayern führen. Schrecklich. Ein egoistischer Narziss in meinen Augen, dem hauen und stechen nicht fremd ist.