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Alle Fraktionen stimmen zu Einigkeit im Landtag – Augsburg hat ab September ein Staatstheater

Schon im September wird Augsburgs Theater zum Staatstheater. Im Landtag stimmten am späten Abend alle Fraktionen für die Errichtung der notwendigen Stiftung – gerade mal drei Monate nachdem Ministerpräsident Söder (CSU) das Thema mit einer Regierungserklärung auf den Tisch brachte.

Stand: 12.07.2018

Theater "Großes Haus" in Augsburg am Kennedyplatz | Bild: BR/Alexander Krauß

Augsburg wird neben München und Nürnberg die dritte Stadt in Bayern mit einem Staatstheater. In einer Marathonsitzung im Landtag stimmten alle Fraktionen für die Errichtung einer entsprechenden Stiftung und machten damit den Weg für das neue Staatstheater frei. Wissenschaftsministerin Marion Kiechle erklärte, damit setze die Staatsregierung ein Zeichen für die Regionalisierung der Kulturpolitik.

Kränzle begrüßt schnelle Umwandlung zum Staatstheater

Der Augsburger Abgeordnete Bernd Kränzle (CSU) begrüßte, dass die Umwandlung des Theaters zum Staatstheater mit der Entscheidung des Landtags schon zur neuen Spielzeit ab September stattfindet.

Häusler: Augsburg dritte Metropole Bayerns

Der Schwäbische Abgeordnete Johann Häusler (Freie Wähler) erklärte, mit dem neuen Staatstheater werde eine "Gerechtigkeitslücke" geschlossen – denn Augsburg sei neben München und Nürnberg die dritte Metropole Bayerns.

Grüne kritisieren Söder – "Vorgehen undemokratisch"

Auch die Grünen stimmten für das neue Staatstheater. Sepp Dürr kritisierte im Landtag allerdings das Vorgehen von Ministerpräsident Söder. Der hatte die Einrichtung eines Staatstheaters in Augsburg bei seiner ersten Regierungserklärung im April angekündigt. "Demokratisch wäre es, wenn die Betroffenen nicht aus der Zeitung erfahren, dass sie beglückt werden".

Dürr unterstellte, dass Söder mit der Regierungserklärung zu Augsburgs Theater auch Kunstministerin Marion Kiechle vor vollendete Tatsachen stellte.


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