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Max Maulwurf on tour Bahnmaskottchen informiert Reisende über Bauarbeiten

Die Elektrifizierung der Bahnstrecke München-Memmingen-Lindau ist mit großen Unannehmlichkeiten für Reisende verbunden. Das Baustellenmaskottchen Max Maulwurf soll in Zügen und an Bahnhöfen die Kunden darüber informieren.

Stand: 12.03.2018

Bahnmaskottchen Max Maulwurf unterwegs im Zug bei Buchloe | Bild: BR/Rupert Waldmüller

Ein halbes Jahr Vollsperrung, kein einziger Zug, Bus statt Bahn und Verzögerungen von bis zu 40 Minuten - da kommt einiges zu auf die Bahnkunden. Wegen der Bauarbeiten für die Elektrifizierung der Strecke München-Memmingen-Lindau muss der Abschnitt Leutkirch-Buchloe bis September komplett gesperrt werden. Ende kommender Woche geht‘s los.

Max Maulwurf soll Kunden charmant informieren

Seit heute Morgen um halb sieben ist David Jackel als Max Maulwurf im Zug zwischen Memmingen und Buchloe unterwegs und verteilt Flyer an die Fahrgäste. Ein schwarzes Maulwurfskostüm, große Maulwurfspfoten an Händen und Füßen, auf dem Kopf eine Maulwurfsmaske mit langer Schnauze, Kulleraugen, Lachmund und gelber Baustellenhelm. Der BWL-Student nimmt einiges auf sich, um die Leute im Zug über die bevorstehende Streckensperrung zu informieren.

Es ist zwar ziemlich warm in dem Kostüm, aber das Ziel, den Kunden trotz der unangenehmen Nachrichten ein Lächeln zu entlocken, lohnt, sagt er.

"Ist schon ein ganz netter Job. Also man kann schwerer Geld verdienen."

David Jackel, Max Maulwurf-Darsteller

Eine Woche lang das Bahnmaskottchen

Ein halbes Jahr wird die Strecke zwischen Buchloe und Leutkirch für die Elektrifizierung komplett gesperrt. Damit die Sperrung und der Schienenersatzverkehr die Fahrgäste nicht eiskalt erwischen, informiert sie in dieser Woche Max Maulwurf höchstpersönlich über die Baumaßnahme. Manchen gefällt's, manchen nicht.

"Das ist nur eine Kleinigkeit, aber es bringt einen zum Lachen und dadurch hat man mehr Verständnis für solche Sachen. Mir persönlich wäre lieber, man würde das Geld mehr in die Technik stecken statt in so einen Kinderkram mit irgendeinem Maskottchen."

Umfrage unter Bahnkunden

Die umfangreichen Bauarbeiten im Zuge der Elektrifizierung machen die Vollsperrung der Strecke notwendig, sagt Bahn-Mitarbeiter Tizian Auerbeck. Er begleitet das Maskottchen im Zug: "Wir tauschen Gleise aus, es werden Weichen erneuert. Bahnhöfe wie Türkheim, Sontheim oder Stetten werden modernisiert und komplett barrierefrei ausgebaut. Das sind ganz viele Sachen, die wir in dem Zeitraum bündeln." Auch wenn es im nächsten halben Jahr sicher nicht leicht wird: Die meisten Fahrgäste haben Verständnis für die Vollsperrung und den Schienenersatzverkehr."


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