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Schienenersatzverkehr Bahn beginnt Ende März mit Elektrifizierung der Lindauer Strecke

Am 23. März sollen die Bauarbeiten zur Elektrifizierung der Bahnstrecke München–Lindau starten. Dazu muss der Abschnitt zwischen Buchloe und Leutkirch für knapp ein halbes Jahr gesperrt werden. Die Fahrgäste müssen auf Busse umsteigen.

Von: Rupert Waldmüller

Stand: 15.02.2018

Infomaterial der Bahn zur Elektrifizierung der Bahnstrecke München-Lindau, präsentiert am 15. Februar 2018 in Kempten | Bild: BR/Rupert Waldmüller

Die Bahn hat in Kempten ihre Pläne für den Schienenersatzverkehr präsentiert. Seit Herbst laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren: 50 Züge fallen ab dem 23. März pro Tag zwischen Leutkirch, Memmingen und Buchloe aus – und das bis September.

Expressbusse mit nur drei Stopps

Als Ersatz sind zwölf Busse im Einsatz, die die Bahnreisenden von Bahnhof zu Bahnhof bringen sollen. Darunter sind auch Expressbusse, die nur in Buchloe, Mindelheim und Memmingen halten. Auch Nebenstrecken wie die nach Bad Wörishofen oder der Anschluss an die Mittelschwabenbahn von Mindelheim über Krumbach und Günzburg sind von der Sperrung betroffen.

Die Bahnreisenden müssen sich also ab Ende März in Geduld üben: Die Fahrzeiten können sich durch den Schienenersatzverkehr um bis zu 40 Minuten verlängern.

Bahn will Abo-Kunden entgegenkommen

Trotzdem eine gute Nachricht für die Pendler: Für Abo-Kunden soll es wegen der Unannehmlichkeiten eine teilweise Rückerstattung auf das Abo geben. Die Bahn verspricht außerdem, die Kunden umfassend über die Bauarbeiten und den Schienenersatzverkehr zu informieren – mit Aushängen und Servicepersonal an den Bahnhöfen, mit Durchsagen in den Zügen, mit Hinweisen im Internet, per Mail oder in der Streckenagent-App.


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M.Brunßen, Donnerstag, 15.Februar, 15:53 Uhr

2. Vollsperrung wegen Elektrifizierung

Es ist gut, wenn die Bahn eine Strecke mit Fahrdraht ausbaut. Aber muss dann unbedingt die Strecke für ein halbes Jahr und außerdem noch komplett gesperrt werden ? Diese Arbeiten können eingeschränkt bei einer freien Schiene tagsüber und in der Nacht durchgehend ohne Vollsperrung durchgeführt werden. so springen garantiert viele Pendler ab und nehmen dauerhaft wieder das Auto. Da hilft auch ein guter Ersatzverkehr mit Bussen nichts.

Ich finde es ist besser, Mittel in moderne Diesellokomotiven zu investieren, nicht jede Strecke muss elektrisch befahrbar sein. In Schleswig Holstein ist auch nicht jede Strecke elektrifiziert. Also die Bahn sollte dieses Projekt lieber auf Eis legen und sich eher auf die Sanierung der Gleise konzentrieren. Das ist wichtiger als diese geplante Elektrifizierung. Es gibt genügend Triebfahrzeuge, die auch ohne Fahrdraht umweltfreundlich laufen.

Fazit: Lasst es so wie es ist, es ist gut so. Es muss nicht alles verändert werden.

  • Antwort von Enrico Pelocke, Donnerstag, 15.Februar, 21:55 Uhr

    Diese Strecke ist eingleisig. Da kann man nicht tagsüber bei "einer freien Schiene tagsüber" bauen. Wenn man die Strecke komplett sperrt, geht es schneller. Die Gleise werden auch ertüchtigt, damit man schneller fahren kann.

Squareman, Donnerstag, 15.Februar, 15:49 Uhr

1. Zeichen der Zeit

Wir schreiben das Jahr 2018 und die Bahn wagt sich in die unbekannten Weiten der Elektrifizierung. Ich bin mal gespannt wie lange das dann dauert bis die gesamte Strecke elektrifiziert ist. Es gibt ja noch viele Strecken die weiterhin auf eine Elektrifizierung warten müssen, zum Beispiel die Strecke München Mühldorf. Aber die Bahn hat da anscheinend keine Eile. Vorallem weil ja das ganze Geld die nächsten Jahrzehnte in Stuttgart verbuddelt wird.

  • Antwort von Nürnberger, Donnerstag, 15.Februar, 20:25 Uhr

    "das ganze Geld für die nächsten Jahrzehnte in Stuttgart" - was schreiben Sie für einen Unsinn? Wissen Sie, wie viele Milliarden die Bahn über Jahrzehnte in die Infrastruktur steckt? Da ist der Teil, den die Bahn für Stuttgart 21 aufbringen muss, nur Peanuts

  • Antwort von Enrico Pelocke, Donnerstag, 15.Februar, 22:03 Uhr

    @Nürnberger: Das in Stuttgart verschleuderte Geld entspricht den Investitionen mehrerer Jahre und fehlt für die Ertüchtigung der Bahnanlagen für mehr und pünktliche Züge.

  • Antwort von DB-BR 445, Doppelstock-Elektrotriebzug Twindexx, Donnerstag, 15.Februar, 23:34 Uhr

    Schaun sie sich die alten Komms von Nürnberger an, bspw. auch zur Spessartrampe. Null Ahnung aber was herschreiben.
    Die Bahn bzw. der Bund haben jegliche Infrastruktur seit Jahrzehnten vernachlässigt!
    Die damalige Deutsche Bundesbahn wollte die Strecke schon 1975 elektrifizieren, der unfähige Bund allerdings unterlies dies bis vor 10 Jahren.