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Leiharbeiter müssen Premium Aerotec verlassen Augsburger Airbus-Tochter will bis zu 500 Stellen streichen

Bei Premium Aerotec in Augsburg sollen noch in diesem Jahr 300 Leiharbeiter ihren Job verlieren, im kommenden Jahr bis zu 200 weitere. Das hat die Airbus-Tochter heute bei einer Betriebsversammlung ihren Mitarbeitern mitgeteilt.

Von: Torsten Thierbach

Stand: 07.03.2018

05.03.2018, Augsburg. Ein Schild wiest auf das Werk der Airbus-Tochter Premium Aerotec hin.  | Bild: dpa-Bildfunk/Stefan Puchner

Laut der Gewerkschaft IG Metall bestätigt sich damit, was bereits durchgedrungen war: Die schlechten Verkaufszahlen des Großraumfliegers A380 und des Militärtransporters A400M haben auch Konsequenzen für die Arbeitsplätze in Augsburg. Premium Aerotec wird dieses und nächstes Jahr bis zu 500 Leiharbeiter-Stellen streichen.

3.700 Mitarbeiter sind derzeit bei Premium Aerotec in Augsburg beschäftigt, davon sind 650 Leiharbeiter - und sie sind nicht geschützt durch den Standortsicherungsvertrag, den die IG Metall für die Augsburger Stammbelegschaft ausgehandelt hat und der noch bis 2020 gilt.

Premium Aerotec will neue Aufträge an Land ziehen

Ob und wie sich die geringere Produktionsrate auch auf das Stammpersonal auswirken wird, steht noch nicht fest. Der Augsburger Premium Aerotec-Standortleiter Ulrich Amersdorffer betonte, man wolle versuchen, neue Arbeitspakete heranzuholen, um die Auftragsdellen durch die sinkenden Produktionsraten etwa beim A380 aufzufangen.

Airbus muss die Produktion des A380 und des A400M zurückfahren

Unterdessen wurde aus der Airbus-Zentrale im französischen Toulouse bekannt, dass der Flugzeugbauer die Produktion beider Typen herunterfahren wird: Vom Großraumflieger A380 sollen ab dem Jahr 2020 nur noch 6 Stück pro Jahr produziert werden, vom Militärtransporter A400M nur noch 8. Airbus zufolge wird das Auswirkungen auf 3.700 Mitarbeiter in ganz Europa haben.

Gewerkschaft kündigt Proteste gegen Stellenabbau an

Die IG Metall in Augsburg hat massiven Protest gegen den geplanten Stellen-Abbau angekündigt.


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