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Freiwilliges Engagement 500 Ehrenamtliche helfen beim Ski Alpin Weltcup in Ofterschwang

Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren, denn schon morgen beginnen beim Ski Alpin Weltcup in Ofterschwang im Oberallgäu die Wettkämpfe. Damit alles reibungslos läuft, engagieren sich mehr als 500 Ehrenamtliche.

Stand: 08.03.2018

Vorbereitungen zum Ski Alpin Weltcup in Ofterschwang | Bild: BR/Michaela Neukirch

Neben Garmisch ist Ofterschwang im Oberallgäu der einzige deutsche Ort, in dem der Ski Alpin Weltcup Station macht. 1998 starteten die Stars zum ersten Mal im Allgäu und auch in diesem Winter ist es wieder soweit! Die Vorfreude bei den Helfern vor Ort ist riesig, denn beim letzten mal, 2016, musste der Weltcup aus Schneemangel in letzter Minute abgesagt werden. Doch dieses Jahr ist der Wettkampf sicher: Selbst wenn es am Wochenende die angesagten 10 Grad haben sollte, reicht der Schnee auf der gut präparierten Piste.

Manches wird erst kurz vor dem Wettkampf geliefert

Maria Heider stand früher selbst auf der Piste.

Dem Jubel für die Spitzensportlerinnen Viktoria Rebensburg, Lena Dürr, Maren Wiesler und Tina Weirather steht also nichts im Weg. Doch bevor die Athletinnen starten können, gibt es noch einiges zu tun. Erst kurz vor dem Wettkampf wurden etwa die großen blauen Luftkissen geliefert, die die Sportlerinnen bei Stürzen schützen sollen. Fast vier Stunden hat der italienische Lieferant die Ehrenamtlichen warten lassen.

"Wir haben ein kleines Kommunikationsproblem, weil die italienische Firma kein Deutsch kann, wir können kein italienisch und jetzt müssen wir schauen, wie das überhaupt zum Aufbauen geht."

Maria Heider, ehrenamtliche Helferin

Ehrenamtliche treffen alte Bekannte

Maria Heider ist eine von mehr als 500 Ehrenamtlichen, die in Ofterschwang mit anpacken, damit bis zum Weltcup alles fertig ist. Sie wird sich bei den Rennen um die Piste kümmern und bewegt sich dabei auf bekanntem Terrain. Mit den Nachwuchsdamen war sie selbst als Trainerin unterwegs, viele Trainer und Athletinnen kennt sie deshalb persönlich.

Ehrenamtliche sind gut im Zeitplan

Im Büro laufen die Telefone heiß.

Während des Team im Zieleinlauf mit den Banden kämpft, klingeln im Büro unaufhörlich die Telefone – Zimmer wollen gebucht, Karten storniert, Presseanfragen beantwortet werden. Generalsekretär Dominik Fritz sollte am besten überall gleichzeitig sein, doch er bleibt ruhig.

"Also wir sind eigentlich entspannt. Wir sind ganz gut im Zeitplan. Wir haben mit vielen Dingen auch frühzeitig begonnen, um eben auch hinten raus etwas Luft zu bekommen für unerwartete Dinge."

Generalsekretär Dominik Fritz

Der Schnee macht dieses Jahr keine Probleme

Generalsekretär Dominik Fritz bei den letzten Besprechungen

Das Wichtigste – der Schnee – ist diesmal auf jeden Fall kein Problem. Schon den ganzen Winter wurde viel beschneit. 1,20 Meter auf der Piste sorgen für optimale Verhältnisse für den Weltcup. Und der findet in Ofterschwang bereits zum achten Mal statt, ganz zum Stolz von Bürgermeister Alois Ried.

"Es gibt ja nur zwei Austragungsorte in ganz Deutschland, Garmisch und Ofterschwang. Und wenn man da als kleine 2.000-Seelen-Gemeinde schon so viele Jahre dabei ist, das macht eigentlich schon Spaß und ist immer wieder eine tolle Herausforderung."

Alois Ried, Bürgermeister von Ofterschwang

Auch die Helfer haben ihre Herausforderungen gemeistert  - die aufblasbaren Banden im Ziel stehen alle. Doch ab morgen richten sich ohnehin alle Blicke auf die Piste, wenn sich am Hang in Ofterschwang die weltbesten Frauen im Slalom und Riesenslalom messen.


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Armin Mutschler, Freitag, 09.März, 20:58 Uhr

1. ofterschwang 2018

Das war Weltklassesport vom Allerfeinsten.
Auch ein Kompliment an die Veranstalter. Perfekte Organisation. Ohne
aufwändige Kontrollen, faire Preise, freundliche Helfer, vom Bussfahrer bis zur Security
und zur Polizei. So machen Sportveranstaltungen Spass. Danke