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Mecklenburg-Vorpommern Schatz von Wikinger-König Blauzahn auf Rügen entdeckt

Archäologen haben auf der Ostseeinsel Rügen einen wertvollen Schatz gefunden, der viele Silbermünzen aus der Zeit des legendären Dänenkönigs Harald Blauzahn enthält. Der als Wikinger geborene Blauzahn gilt als Begründer des dänischen Reiches.

Stand: 16.04.2018

13.04.2018, Mecklenburg-Vorpommern, Schaprode: Zusammenstellung von sächsischen, ottonischen, dänischen und byzantinischen Münzen, z.T. wohl als Anhänger genutzt (durchlocht) liegen auf einem Tisch. In einem Acker auf der Ostseeinsel Rügen sind Archäologen auf einen wertvollen skandinavisch dominierten Silberschatz aus dem späten 10. Jahrhundert und damit aus der Umbruchsepoche von der Wikingerzeit zum Christentum gestoßen. Auf einer Fläche von etwa 400 Quadratmetern nahe der Ortschaft Schaprode bargen sie am Wochenende Hals- und Armreife, Perlen, Fibeln, einen Thorshammer, zerhackten Ringschmuck sowie etwa 500 bis 600 teilweise zerhackte Münzen, von denen mehr als 100 Münzen der Regentschaft des legendären Dänenkönigs Harald Blauzahn (910-987) zugeordnet werden können. Bereits in den Jahren 1872 und 1874 war nur wenige Kilometer entfernt auf der Insel Hiddensee der berühmte Hiddenseer Goldschmuck entdeckt worden, der dem Dänenkönig beziehungsweise seinem engen Umfeld zugeschrieben wird. Der als Wikinger geborene Blauzahn gilt als Begründer des dänischen Reiches, indem er das Land einte, das Christentum einführte und Reformen durchsetzte. (zu dpa «Auf der Flucht vergraben? Blauzahn-Münzschatz auf Rügen entdeckt» vom 16.04.2018) Foto: Stefan Sauer/dpa +++ dpa-Bildfunk +++ | Bild: dpa-Bildfunk/Stefan Sauer

In einem Acker auf der Ostseeinsel Rügen sind Archäologen auf einen wertvollen Silberschatz aus dem späten 10. Jahrhundert und damit aus der Umbruchsphase von der Wikingerzeit zum Christentum gestoßen.

Auch Hals- und Armreife, Perlen, und einen Thorshammer

Auf einer Fläche von etwa 400 Quadratmetern nahe der Ortschaft Schaprode bargen sie am Wochenende Hals- und Armreife, Perlen, Fibeln, einen Thorshammer, zerhackten Ringschmuck sowie etwa 500 bis 600 teilweise zerhackte Münzen, von denen mehr als 100 Münzen der Regentschaft des legendären Dänenkönigs Harald Blauzahn (910-987) zugeordnet werden können.

Ein Schatz "von herausragender Bedeutung"

"Dieser Schatz ist der größte Einzelfund von Blauzahn-Münzen im südlichen Ostseeraum und damit von herausragender Bedeutung", sagte der Archäologe und Grabungsleiter Michael Schirren vom Landesamt für Kultur und Denkmalpflege der Deutschen Presse-Agentur. Bereits in den Jahren 1872 und 1874 wurde nur wenige Kilometer entfernt auf der Insel Hiddensee der berühmte Hiddenseer Goldschmuck entdeckt, der dem Dänenkönig beziehungsweise seinem engen Umfeld zugeschrieben wird.

König Blauzahn war auf der Flucht

Der als Wikinger geborene Blauzahn gilt als Begründer des dänischen Reiches, indem er das Land einte, das Christentum einführte und Reformen durchsetzte. Der umstrittene Herrscher war historischen Quellen zufolge nach der verlorenen Ostseeschlacht gegen seinen Sohn Sven Gabelbart (965-1014) im Jahr 986 nach Pommern geflohen, wo er ein Jahr später auf der Jormsburg (wohl beim heutigen Wolin/Swinemünde) starb.


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