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"Quantensprung" im All Satellit Sentinel hilft beim Kampf gegen Luftverschmutzer

Der Erdbeobachtungs-Satellit Sentinel-5P zeigt mit extrem scharfen Bildern die Luftverschmutzung auf unserem Planeten. Wissenschaftler messen ihm deshalb eine bedeutende Rolle beim Kampf gegen Umweltsünder zu.

Von: David Friedman

Stand: 01.12.2017

Die ungewöhnlich detaillierten Daten von Sentinel-5P sollen einmal Modelle und Bilder liefern, die zum Beispiel Verursacher der massiven Luftverschmutzung nachweisen können - bis in einzelne Stadtviertel hinein.

Sentinel-5P sammelt Beweise - und zwingt Politik zum Handeln

Das sind wichtige Beweismittel – etwa für den sogenannten Emissionshandel zwischen den Ländern. Der Sentinel-Satellit ist damit hochpolitisch, meint Stefan Dech, der Direktor des Deutschen Fern-Erkundungs-Daten-Zentrums in Oberpfaffenhofen:

"Das ist aus meiner Sicht ein Quantensprung, weil wir mit dieser Sichtbarmachung tatsächlich jedes Schlupfloch zu machen, wo man sich verstecken kann. Man kann bei dieser Öko-Satelliten-Technologie einfach nicht mehr sagen: 'Es ist nicht so.' Denn wir sehen die Veränderungsprozesse. Ob in der Atmosphäre oder auf den Landoberflächen oder in den Ozeanen. Das sehen wir nachweislich. Wir dokumentieren sie und zwingen so auch die Politik zum Handeln."

Stefan Dech

Der vor rund einem Monat ins All geschossene Sentinel-Satellit ist im Grunde ein fliegendes Spektrometer, das anhand von Farben und Wellenlängen ziemlich genau feststellen kann, welche Stoffe gerade in der Luft beziehungsweise in der Atmosphäre sind. Er liefert um 100 Mal schärfere Bilder von der Atmosphäre als herkömmliche Geo-Satelliten.


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Kommentare

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H.Weiss, Samstag, 02.Dezember, 10:28 Uhr

2. Sentinel

Leider kann er aber die Abgas/Auspuff Manipulierer nicht erspähen. Hier wären dringend mehr Kontrollen nötig und wesentlich höhere Bussgelder , wie es in anderen EU Staten bereits gemacht wird. Aber D ist ja immer so "human" und langsam, wenn es darum geht , akute Punkte anzugehen.

  • Antwort von J. Huber, Samstag, 02.Dezember, 11:20 Uhr

    Gespannt bin ich, ob an windstillen Tagen Abgasfahnen an Flughäfen sichtbar werden. Beim Start eines großen Flugzeugs wird doch etwa eine Tonne Kerosin verbrannt.

  • Antwort von Weiss, Samstag, 02.Dezember, 13:08 Uhr

    an Huber. Das ist leider wahr. Aber sagebn Sie irgendwem mal. er solle das bei Urlaubsplänen verinnerlichen, da läuft man ganz schön auf. Und wenn das Betonieren zunimmt, dadurch weniger heimische Landwirtschaftsprodukte erzeugt werden, sondern diese dann eingeflogen werden müssen, so ist das auch nicht förderlich. Dabei will ich garnicht auf Erdbeeren oder Ähnliches "muss nicht sein" hinweisen.Man ist dabei mit Hilfe der Industrie und der Konzerne, nicht zu vergessen die Politik, die Erde in einen lebensunfreundlichen Planeten zu verwandeln, denn Egoismus ist das A und O.

T3fan, Freitag, 01.Dezember, 15:20 Uhr

1. Sylvester

Na,dann wird er ja am 31.12./1.1. eine grosse Schadstoffglocke über D sehen - und schuld ist natürlich der Diesel!

  • Antwort von J. Huber, Freitag, 01.Dezember, 18:09 Uhr

    Oder wir sehen schöne und brillante Feuerwerksaufnahmen zum Jahreswechsel von verschiedenen Städten aus dem Orbit. An den Postkartenständen dürfte es abwechslungsreicher werden.