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Salmonellen-Skandal Zwiegespaltene Bilanz des Bayern-Ei-Untersuchungsausschusses

Der Ei-Untersuchungsausschuss im bayerischen Landtag sollte eigentlich klären, ob die Behörden beim Bayern-Ei-Salmonellen-Skandal geschlampt haben. Die Meinungen darüber gehen auch nach der letzten Sitzung des Ausschusses auseinander.

Von: Peter Kveton

Stand: 17.05.2018

Hinweisschild zur Firma Bayern-Ei | Bild: picture-alliance/dpa

Haben die Behörden geschlampt bei der Aufklärung des Bayern-Ei-Salmonellen-Skandals? Die CSU sieht alle Vorwürfe gegen die Behörden und das zuständige Umweltministerium wiederlegt. Es habe keine Sonderbehandlung von Bayern-Ei gegeben, resümierte Mechthilde Wittmann (CSU), die Vorsitzende des Untersuchungsausschusses: "Wir haben festgestellt, dass die Kontrolldichte dem entsprochen hat, wie sie vorgesehen war, und wir haben festgestellt, dass in dem Moment, wo bewusst war, dass es einen schwierigen Befund gibt, die Behörden auch sofort eingegriffen haben."

Opposition kritisiert Persilschein für Staatsregierung

Der Großbetrieb aus Niederbayern hatte 2014 salmonellen-verseuchte Eier in mehrere europäische Länder geliefert. Mehrere hundert Menschen erkrankten, mindestens einer starb. Der SPD-Abgeordnete Florian von Brunn hält nichts von dem Persilschein für die Staatsregierung: "Das ist ein Schlag ins Gesicht für die Erkrankten und die Opfer von Bayern-Ei, wenn man bis heute nicht zugibt, dass es von Bayern-Ei verursachte Erkrankungen gegeben hat."

Auch Rosi Steinberger von der Grünen wundert sich über die Mehrheitsfraktion: "Während gleichzeitig die CSU-Fraktion sagt, es ist alles gut gelaufen, wundert es mich schon, warum wir dann eine Neuorganisation gebraucht haben." Anfang Juni wird sich der Landtag noch einmal ausführlich mit den Ergebnissen des Untersuchungsausschusses befassen.


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