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Bundesländer Reformationstag - Sachsens Ministerpräsident warnt vor neuem Feiertag im Norden

Der sächsische Ministerpräsident Kretschmer (CDU) hat die norddeutschen Bundesländer vor der Einführung eines neuen Feiertags gewarnt: Ein arbeitsfreier Tag verteuere die Arbeit und sei eine Belastung für die deutschen Unternehmen. Geplant und teilweise schon beschlossen ist ein solcher Feiertag in Schleswig-Holstein, Hamburg, Niedersachsen und Bremen.

Stand: 17.04.2018

ARCHIV - 20.03.2018, Sachsen, Dresden: Michael Kretschmer (CDU), Ministerpräsident von Sachsen, spricht auf der Pressekonferenz anlässlich seiner ersten 100 Tage im Amt. Das sächsische Kabinett tagt am Dienstag in Berlin. An der Sitzung nehmen zweitweise auch Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) und Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) teil. (zu dpa «Sächsisches Kabinett tagt in Berlin - Treffen mit Bundesministern» vom 17.04.2018) Foto: Monika Skolimowska/dpa-Zentralbild/dpa +++ dpa-Bildfunk +++ | Bild: dpa-Bildfunk/Monika Skolimowska

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer sieht die von den norddeutschen Bundesländern geplante Umwandlung des Reformationstags in einen arbeitsfreien Feiertag skeptisch. "So schön neue Feiertage für den einzelnen Arbeitnehmer kurzfristig auch sind, gesetzliche Feiertage verteuern die Arbeit in Deutschland", sagte der CDU-Politiker der "Neuen Osnabrücker Zeitung".

Neuer Feiertag ist Belastung für die Unternehmen

Es grenze an Übermut, wenn deutschen Unternehmen angesichts der wachsenden internationalen Konkurrenz neue Belastungen aufgeladen würden, auch wenn es dafür "aus christlicher Tradition gute Gründe geben mag". ‎

Refomationstag für Schleswig-Holstein, Hamburg, Niedersachsen und Bremen

1995 war der Buß-und Bettag in allen Ländern – außer in Sachsen – als arbeitsfreier Tag abgeschafft worden. Sachsen hat derzeit elf Feiertage im Jahr, während Niedersachsen, Hamburg und Bremen nur neun Feiertage haben. Die norddeutschen Länder wollen das Ungleichgewicht zu anderen Ländern nun beseitigen.

Geplant und teilweise schon beschlossen ist die Einführung des arbeitsfreien Feiertags am Reformationstag in Schleswig-Holstein, Hamburg, Niedersachsen und Bremen.

Schon Buß- und Bettag kostet höheren Beitrag zur Pflegeversicherung

Sachsens Regierungschef sieht darin neue Ungleichheit zu Lasten sächsischer Bürger. Er wies darauf hin, dass in Sachsen der Buß-und Bettag bis heute arbeitsfrei sei. "Aber die sächsischen Arbeitnehmer zahlen seit 1995 für den freien Arbeitstag einen höheren Beitrag zur Pflegeversicherung", erklärte Kretschmer.


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