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"Wachsende Gefährdungen" Polizeibeamte wollen höhere Sicherheitszulage

Der Landesverband der Gewerkschaft der Polizei (GdP) fordert eine Verdopplung der Sicherheitszulage für Vollzugsbeamte auf 300 Euro im Monat. Wie der stellvertretende Landesvorsitzende Peter Pytlik sagte, hätten die Alltagsgefahren im Polizeidienst stetig und massiv zugenommen.

Von: Henning Pfeifer

Stand: 12.07.2018

Polizisten, Blaulicht | Bild: BR

Die Erhöhung der Zulage bedeute auch eine Wertschätzung des Dienstherren gegenüber Kolleginnen und Kollegen. In den vergangenen Jahren sei zwar Geld in die Hand genommen worden für einen besseren Schutz der Polizeikräfte, dies liege aber in der Fürsorgepflicht des Dienstherren. Wachsende Gefährdungen und persönliche Einschränkungen durch den Dienst sollten finanziell gerecht honoriert werden, so die Gewerkschaft.

9.000 Unterschriften gesammelt

Die GdP hat knapp 9.000 unterschriebene Postkarten gesammelt, die heute der Präsidentin des Bayerischen Landtags, Barbara Stamm, übergeben werden. Die sogenannte Polizeizulage in Bayern beträgt derzeit 152 Euro.

Im Jahr 2016 registrierte das Bayerische Innenministerium mehr als 7.000 Fälle von verbaler und physischer Gewalt gegen Polizeikräfte, knapp 2.400 Beamtinnen und Beamte wurden verletzt. Die Zahlen des vergangenen Jahres stellt Innenminister Joachim Herrmann morgen in Nürnberg vor.

Maßkrug auf Polizisten geschleudert

Zu einem massiven Angriff auf Polizisten kam es zuletzt im Juni bei einer Sonnwendfeier im oberbayerischen Geretsried. Dort hatte eine Gruppe aus 20 überwiegend polizeibekannten Personen die ansonsten friedliche Feier massiv gestört. Als alarmierte Polizeikräfte erschienen, wurden sie von der Gruppe beleidigt und angegriffen. Es kam zu einem Maßkrugwurf, der einen Beamten erheblich verletzte. Der 18-jährige mutmaßliche Täter wurde ermittelt und sitzt in Untersuchungshaft. Ihm wird ein versuchtes Tötungsdelikt zur Last gelegt.


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Kommentare

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Blechmann13, Freitag, 13.Juli, 07:49 Uhr

4. Differenzierte Betrachtung...

Einerseits verstehe ich, wenn "gefährliche" Berufe honoriert werden, andererseits, sollte jeder der bei der Feuerwehr, der Bundeswehr, oder auch der Polizei seine Zukunft sieht, auch damit rechnen, mehr als einmal in Situationen zu kommen, die in "normalen" Berufen eben nicht Alltag sind.

Nur wegen gestiegener "Gefährdung", mehr Geld zu fordern, ist etwas übertrieben und meiner Meinung nach, auch kontraproduktiv, da dass dort zusätzlich ausgegebene Geld, sicher wo anders, wie bei der Personaldecke, wieder eingespart wird.

Ein Feuerwehrmann kann schließlich auch nicht mehr Geld fordern, nur weil die Städte und die Bebauung wachsen... ;)

mfg

Wolf, Donnerstag, 12.Juli, 16:47 Uhr

3. was gscheits lernen....

Die wirklich gefährlichen Berufsfelder sind auf dem Bau zu finden,die meisten Unfälle passieren im Haushalt.....der Polizeidienst rangiert irgendwo im Mittelfeld....aber was soll's,wenn jammern mehr Geld bringt dann jammert.

  • Antwort von bayernwds, Donnerstag, 12.Juli, 17:37 Uhr

    @wolf
    Aufgrund Ihrer wenig sinnreichen Aussage würde ich vorschlagen, dass Sie zukünftig bei einem Verkehrsunfall oder wenn bei Ihnen gerade eingebrochen wird, einen Bauarbeiter oder eine Hausfrau rufen, denn das sind diejenigen, die Ihrer Meinung nach, was Gscheits gelernt haben und Ihnen dann wirklich helfen. oh mei.....

Peter Hoven, Donnerstag, 12.Juli, 15:38 Uhr

2.

Heißt es nicht Gefahrenzulage anstatt Sicherheitszulage? Mit 148 Euro mehr im Monat ist die Gefährdung hinnehmbar? Dann kann es so schlimm ja nicht sein.

Sepp Hintermoser, Donnerstag, 12.Juli, 15:12 Uhr

1. Polizeibeamte

Höhere Sicherheitszulage ? Bayern ist sicher. Das Vorzeigebundesland, regiert von der CSU. Für höhere Sicherheitszulage besteht keinerlei Bedarf.
Man darf nicht alles glauben, was die CSU im Wahlkampf von sich gibt. Reine Panikmache.

  • Antwort von Max Ziel, Donnerstag, 12.Juli, 16:08 Uhr

    Der Artikel hat NICHTS mit der CSU zu tun!
    Die Gewerkschaft der Polizei fordert eine Erhöhung der Sicherheitszulage und begründet dies damit, dass die persönlichen Einschränkungen durch den Polizeidienst und die Gefährdung zugenommen hat.
    Macht die GdP damit Wahlkampf?

    Wie schon bei anderen Artikeln heute, wird von den Kommentatoren der Inhalt überhaupt nicht zur Kenntnis genommen. Statt dessen werden Vorurteile mit frei erfundenen Behauptungen beliebig vermischt.

  • Antwort von Oliver M., Donnerstag, 12.Juli, 16:15 Uhr

    @Max
    Ein gutes Beispiel dafür, dass es bei vielen nur darum geht, Stimmung gegen die CSU zu machen!

  • Antwort von H.I., Donnerstag, 12.Juli, 16:49 Uhr

    Antwort @Max
    Das kommt mir auch so vor, dass gegen alles was mit der CSU und deren Obrigkeiten zu tun hat verunglimpft wird. Derweil sind Sie die einzigen ,
    die man wählen kann.