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Betrug in der Pflege Auch Kassen in Bayern betroffen

Das Problem des Abrechnungsbetrugs in der Pflege tritt auch in Bayern vermehrt auf. Zu diesem Ergebnis kommt das Staatsministerium für Gesundheit und Pflege. BR Recherche liegt der bisher noch unveröffentlichte Bericht vor. Von Arne Meyer-Fünffinger.

Stand: 28.07.2016

Frau versorgt bettlägerige alte Frau | Bild: picture-alliance/dpa

16 Seiten lang ist der Bericht, den das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege in den vergangen Wochen erarbeitet hat, das Fazit ist eindeutig:

"Es  lässt sich eine Zunahme von Abrechnungsbetrug und Abrechnungsunregelmäßigkeiten in der Pflege für Bayern feststellen."

Aus dem Bericht des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege

Der Schwerpunkt, so das Ministerium weiter, liege in der Region Augsburg. Weiter wurde für den Bericht bei mehreren Krankenkassen in Bayern abgefragt, wie viele Verdachtsfälle von Abrechnungsbetrug in der Pflege sie in der Vergangenheit ermittelt haben. Ergebnis: Mehr als 1.900 in den vergangenen fünf Jahren, vor allem durch die AOK Bayern.

Schaden dürfte noch viel höher sein

Der bisher für die Sozialkassen ermittelte Schaden liege hochgerechnet bei 1,6 Millionen Euro. Experten halten diese Summe aber für viel zu niedrig. Um das Problem besser in den Griff zu bekommen, will die Staatsregierung die für Ermittlungen in diesem Bereich zuständigen Schwerpunktstaatsanwaltschaften München I, Nürnberg-Fürth und Hof mit weiteren Kompetenzen ausstatten.

Recherchen des BR gaben den Anstoß

Nach der gemeinsamen Berichterstattung von BR Recherche und der Welt am Sonntag im April über einen vertraulichen BKA-Bericht zum Thema Abrechnungsbetrug in der Pflege hatten mehrere Landtagsfraktionen die Staatsregierung aufgefordert, über das Ausmaß des Problems in Bayern zu informieren. Das BKA war unter anderem zu dem Schluss gekommen, dass vor allem Pflegedienste mit Führungspersonal aus den ehemaligen Sowjetstaaten falsch abrechnen. Nach Schätzungen liegt der Schaden bundesweit bei jährlich mehreren hundert Millionen Euro.

In Bayern punktuelle Fälle

Der Abrechnungsbetrug durch Pflegedienste, die von Personen aus den ehemaligen Sowjetstaaten geleitet werden, existiere in Bayern punktuell, so die Staatsregierung in ihrem Bericht. Der Bayerische Landtag wird sich nach der Sommerpause mit der Untersuchung befassen.


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Barbara, Freitag, 29.Juli, 14:33 Uhr

5. Bei einer Rente von ca. 500 € im Monat kassiert die ges. Krankenkasse

pro Monat 150 € noch ab, so daß dem Rentner nur noch 350 € Rente bleiben. Warum werden den vielen Armuts-Rentnern die Beiträge zur ges. Krankenkasse nicht erlassen?

  • Antwort von Bernd, Freitag, 29.Juli, 16:15 Uhr

    Wie kommen Sie auf diesen Blödsinn?

  • Antwort von Barbara, Freitag, 29.Juli, 19:10 Uhr

    Wenn Sie meinen, daß das "Blödsinn" sei, dann scheinen Sie die Wirklichkeit nicht zu kennen!

  • Antwort von Wolf, Freitag, 29.Juli, 19:39 Uhr

    Wer 500€ Rente bekommt hat halt auch nicht mehr eingezahlt,ergo nicht gearbeitet...

  • Antwort von Barbara, Freitag, 29.Juli, 19:53 Uhr

    Von wegen! Es gibt Millionen fleißige Menschen, die immer redlich und rechtschaffen gearbeitet, aber nur wenig oder viel zu wenig verdient haben und die sich daher keine höhere Rente haben einzahlen können. Allein in Bayern gibt es offiziell etwa eine Million Leute mit weniger als 500 € Rente, in der EU sind es nach offiziellen Angaben 160 Millionen Menschen, (inoffiziell sind es vielleicht doppelt so viele), die unter der Armutsgrenze leben müssen und von ihrer sehr geringen Rente auch noch ein Drittel an die ges. Krankenkasse zahlen müssen! Das ist traurige Realität!

  • Antwort von wm, Freitag, 29.Juli, 22:32 Uhr

    @Barbara,ich mein es reicht jetzt,diesen Blödsinn haben Sie in der zurückliegenden Zeit wiederholt gepostet.

    Sie gehören dem Anschein nach zu der Gruppe der Unbelehrbaren!

A. Goerke, Freitag, 29.Juli, 12:56 Uhr

4. Abrechnungsbetrug in der Pflege

Abgesehen von der miesen Bezahlung in der Pflege und den ständigen "kosmetischen" Maßnahmen gegen den Pflegemangel, wurde auch noch die Bildung der Pflegekammer in Bayern abgeschmettert! Das wäre die Gelegenheit gewesen, der Pflege eine berufspolitische Plattform und Qualitäts(Selbst)kontrolle zu bieten. So aber können weiterhin - weil froh, dass überhaupt "jemand" diese Arbeit kostengünstig übernimmt - Menschen mit kriminellen Ambitionen, schlecht oder gar nicht dafür ausgebildet den "Markt" bestimmen. Leidtragende sind Jene, die dieser Situation ausgeliefert sind: kranke , alte, behinderte Menschen. Und diejenigen, die ihren Beruf gerne und verantwortungsvoll ausüben. Letztere werden nicht angehört und wieder ein Stück ärmer an der notwendigen Anerkennung. Pflege kann eben nicht "jeder"!!!

Haußmann Rosemarie, Freitag, 29.Juli, 12:33 Uhr

3. Betrug durch Pflegedienste

Leider gibt es in diesem Bereich sehr wahrscheinlich eine riesige Dunkelziffer. Grund: Die GKV (Pflegeversicherung) kümmern sich nur um die Schäden die den Kassen entanden sind. Wenn man als Betroffener bei der Pflegekasse Zweifel an den Abrechnungen der Pflegedienste geäußert hat die die Eigenanteile betrifft wurden die Menschen im Stich gelassen. Das liegt auch an der Verteilung der Ersätze durch die Pflegeversicherung. Beispiel Pflegestufe I: Die Pflegekasse erstattet bei Heimaufenthalt ca 1.200,00 € Pflegedienst ca 500,00 € bei Leistungen durch Angehörige 245,00 €. Die Zuzahlung bei in Anspruchnahme eines Pflegedienstes ist erheblich und interessiert die Kasse nicht im geringsten. Die Einrichtungen sind darauf ausgerichtet Pflegedienstleitungen und Geschäftsführung oppulent zu honorieren, das Mitarbeiterfußvolk hat wie immer und überall das nachsehen

airport, Freitag, 29.Juli, 11:12 Uhr

2. Nicht nur in der Ambulanten Pflege,auch in der vollstationären Pflege

Auch in den Heimen wird beschissen.

Schwarzarbeit bei Sonderleistungen ,wie Fußpflege usw. alles an der Steuer vorbei.

Der Staat muß endlich handeln und den Pflegeraubrittern das Handwerk legen.

I. Weber, Freitag, 29.Juli, 09:30 Uhr

1. Pflegeskandal

Es ist wirklich erschütternd, dass die Schwächsten der Gesellschaft immerwieder ausgenützt werden - die die sich nicht wehren köönen: Skandal!!!!!!
Auf nicht´s ist mehr Verlass!1