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Immenreuth Verdacht auf Untreue: Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Bürgermeister

Gegen den Bürgermeister von Immenreuth (Lkr. Tirschenreuth) hat die Staatsanwaltschaft Ermittlungen eingeleitet. Der Verdacht: Untreue. Auch ein Mitglied der Gemeindeverwaltung ist im Visier der Ermittler.

Von: Margit Ringer

Stand: 15.02.2018

Übergabe eines 500-Euro-Scheins (Symbolbild) | Bild: picture-alliance/dpa/Hans Ringhofer

Die Staatsanwaltschaft Weiden ermittelt gegen den Bürgermeister der Gemeinde Immenreuth. Wie der Leitende Oberstaatsanwalt Gerd Schäfer bestätigt, seien zwei Anzeigen gegen den Bürgermeister eingegangen. Eine der beiden Anzeigen richte sich auch gegen einen Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung. Der "Neue Tag" hatte zuerst darüber berichtet.

Diverse Vorwürfe

Laut Schäfer handelt es sich dabei um Hinweise, die von der Landesanwaltschaft kämen mit dem Vorwurf der Untreue. Der Bürgermeister soll auf Kosten der knapp 2.000-Einwohner-Gemeinde bestimmte Dinge gemacht oder unterlassen haben, umschreibt es der Leitende Oberstaatsanwalt. Laut "Neuem Tag" geht es um die Abrechnung von Überstunden und Privatanschaffungen, die über die Gemeinde gelaufen sein sollen. Zudem seien fällige Erschließungsbeiträge nicht erhoben worden, schreibt die Zeitung.

Auch Privatperson zeigte Bürgermeister an

Die zweite Anzeige ging von einer Privatperson ein, dabei handelt es sich laut Oberstaatsanwalt um den Vorwurf des versuchten Betruges. In dem Fall geht es um den Kauf eines Grundstücks, so Schäfer. Wie lange die Ermittlungen dauern, ist noch nicht absehbar.

Gemeinderat auf Distanz

Anfang Oktober 2017 hatte zunächst die CSU-Fraktion in Immenreuth den Bürgermeister ausgeschlossen, dann distanzierte sich der komplette Gemeinderat von ihm. Der zweite Bürgermeister informierte die Rechtsaufsicht am Landratsamt Tirschenreuth.

Die Landesanwaltschaft ermittelt wegen eines disziplinarischen Vergehens, die Staatsanwaltschaft ermittelt, ob die Vorwürfe auch strafrechtlich relevant sind.


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