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Strecke Wien - Berlin Straubinger Landrat lobt Pläne für zusätzlichen ICE-Halt

Der Landrat Josef Laumer kann die Diskussion um den geplanten ICE-Halt in Straubing nicht verstehen. Für ihn sei der Halt längst überfällig. Andere Landräte wehren sich gegen die Pläne und fordern einen Stopp in Plattling.

Von: Guido Fromm

Stand: 11.07.2018

Straubinger Bahnhof | Bild: pa/dpa

Der Landrat des Landkreises Straubing-Bogen, Josef Laumer (CSU) hat die Pläne der Bahn für insgesamt zwei ICE-Stopps pro Tag in der Gäubodenstadt ab Herbst 2019 gelobt. Ein ICE-Halt in Straubing sei für die gesamte Region überfällig, notwendig und gewinnbringend, heißt es in einer Mitteilung.

"Wenn ein zusätzlicher ICE wie jener auf der Strecke Berlin–Wien eingesetzt wird, dann ist es nur verständlich, dass auch das Oberzentrum Straubing als Universitätsstadt direkt mit einem Halt angebunden wird. Stadt Straubing und der Landkreis Straubing-Bogen waren lange genug vom überregionalen Fernverkehr abgeschnitten." Josef Laumer

Nach dem umfangreichen und barrierefreien Umbau des Straubinger Bahnhofes und der Stärkung des Universitätssandortes, mit maßgeblicher Unterstützung des Kultusministeriums, sei es nur logisch, dass zusätzliche ICEs in Straubing halten.

"Ich werde mich voll und ganz für den ICE-Halt Straubing einsetzen"

Kein Verständnis hat Laumer für die Diskussion, ob Straubing überhaupt einen ICE-Halt bekommen sollte: "Eigentlich müsste dies eine normale Entwicklung sein. Denn es ist widersinnig, eine Region der nachwachsenden Rohstoffe mit einer entsprechenden Universitätsstadt von umweltfreundlichen Verkehrsmitteln abzuhängen. Die Stadt Straubing mit Oberbürgermeister Markus Pannermayr an der Spitze hat lange darum gekämpft und nun wurde mit dem ICE Berlin–Wien eine faire Lösung gefunden. Ich kann Oberbürgermeister Markus Pannermayr bei diesem Thema meine vollste Unterstützung zusichern. Ich werde mich voll und ganz für den ICE-Halt Straubing einsetzen."

Landräte wollen Stopp in Plattling

Zuletzt hatten sich die Landräte der Kreise Deggendorf, Dingolfing-Landau und Regen, Christian Bernreiter (CSU), Heinrich Trapp und Rita Röhrl (beide SPD) an Bundesverkehrsminister Scheuer (CSU) und den Konzernbevollmächtigten der Deutschen Bahn in Bayern, Klaus-Dieter Josel, gewandt. Sie sind dagegen, dass der neue ICE von Berlin nach Wien nicht wie die anderen ICEs in Ostbayern in Plattling hält.

Die Bahn hingegen betonte auch heute noch einmal, dass man aufgrund der "engen verfügbaren Zeitfenster auf den dicht belegten Strecken nur genau einen ICE-Halt zwischen Passau und Regensburg ermöglichen" könne. Deshalb könne der ICE nicht auch in Plattling stoppen. Der dortige Bahnknoten bleibe aber "weiterhin Halt der zweistündlichen ICE-Züge nach Frankfurt und Wien."


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Nürnberger, Mittwoch, 11.Juli, 18:22 Uhr

1. Fern-RegionalExpress

Es ist klar, dass jeder Landrat und Oberbürgermeister einen ICE-Halt in seinem Kreis bzw. seiner Stadt will. Aber dann wird der ICE zum (Fern)RegionalExpress

  • Antwort von Almrentner, Mittwoch, 11.Juli, 21:57 Uhr

    Hauptsache er fährt und ist Pünklich.

  • Antwort von Abens, Mittwoch, 11.Juli, 22:00 Uhr

    Dann gibts auch Bayerntickets. Wir fahren immer bei jedem Wetter.