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Roding Stadtrat entscheidet über Resolution gegen Conti-Stellenabbau

Der Rodinger Stadtrat will heute über eine Resolution gegen den Arbeitsplatzabbau beim Autozulieferer Continental abstimmen. Vor wenigen Tagen wurde bekannt, dass in Roding (Lkr. Cham) 300 Arbeitsplätze wegfallen sollen - das sorgt für Unruhe.

Von: Renate Roßberger

Stand: 02.03.2018

Fahnen mit dem Logo von Continental | Bild: picture-alliance/dpa

Der Stadtrat von Roding stimmt heute Abend über eine Resolution gegen den geplanten Stellenabbau im Rodinger Continental-Werk ab, die die SPD-Fraktion eingereicht hat. Die SPD fordert darin das Unternehmen auf, die Entscheidung zum Stellenabbau zurückzunehmen und sich "deutlich zum Erhalt des Rodinger Standortes und zur sozialen Verantwortung gegenüber seinen Mitarbeitern zu bekennen".

Stellenabbau trotz voller Auftragsbücher

Laut Geschäftsbericht 2017 habe die Continental AG weltweit ihren Umsatz auf mehr als 44 Milliarden Euro und ihren Gewinn vor Steuern auf rund 4,7 Milliarden Euro gesteigert. "Trotz dieses Rekordergebnisses und voller Auftragsbücher" plane man den Abbau von rund 300 Arbeitsplätzen am Standort Roding. Die SPD fordert die Unternehmensleitung auf, "sich nicht nur auf ihre Verantwortung gegenüber den Anteilseignern und Aktionären zu berufen", sondern auch auf die Mitarbeiter zu achten.

IG Metall plant Protestaktion

Die IG Metall hat unterdessen für Freitagmorgen zu einer Protestaktion vor dem Conti-Bürogebäude aufgerufen. Nach Einschätzung der Betriebsratsvorsitzenden Claudia Hecht werden rund 300 Beschäftigte sowie Rodings Bürgermeister Franz Reichold (CSU), Stadträte und regionale Abgeordnete teilnehmen. Am Nachmittag findet auf Initiative des Chamer Landrats Franz Löffler (CSU) zudem ein Gespräch mit Vertretern der Conti-Unternehmensführung im bayerischen Wirtschaftsministerium statt. Löffler will anregen, dass das Unternehmen neue Produktlinien im Bereich der Abgasnachbehandlung und Elektrifizierung in Roding etabliert. So biete sich zum Beispiel eine Zusammenarbeit mit dem Technologiecampus Cham an, wo gerade eine Digitale Leitfabrik entsteht.

Mangelnde Produktivität in Roding?

Continental plant in Roding eine Teilverlagerung der Produktion in Billiglohnländer. Das wurde vergangene Woche bekannt gegeben. Als Grund nennt das Unternehmen die Notwendigkeit struktureller Veränderungen und mangelnde Produktivität. Verlagert werden soll ein Teil der Fertigungslinien für Benzin- und Dieselhochdruckpumpen.

Die Verlagerung soll 2018 beginnen, bis Ende 2019 abgeschlossen sein und sozialverträglich gestaltet werden. Die restlichen knapp 500 Arbeitsplätze bei Conti in Roding seien nicht betroffen.


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winfried, Donnerstag, 08.März, 14:00 Uhr

1. Stadtrat entscheidet über Resolution gegen Conti-Stellenabbau

... in meinen Augen --> Nichts "Wirkliches", lediglich eine "Veranstaltung" für die "Schlichten" auf der Galerie.

  • Antwort von Wolf, Donnerstag, 08.März, 17:42 Uhr

    ...für die Schlichten....Aber das wäre ja eigentlich eine AfD-Veranstaltung......